13.12.2012

Satelittengestützte Verblödung

von Volker

Seit Monaten hatte ich meinen Fernseher wieder einmal eingeschaltet, und siehe da: es erschien sogar noch ein Bild. Ich sollte das Gerät verschrotten, lieber meiner inneren Stimme lauschen, ihr eine Chance einräumen, nicht gänzlich überhört zu werden.
Man verlernt so einiges.


Obwohl Stimmen schon sehr irritierend sein können, wenn ich nicht mehr eindeutig unterscheiden kann, aus welcher Ecke ich angeflüstert werde. Einer anfänglichen Freude auf Kommunikation im Alltag weicht oft der bitteren Erkenntnis, dass ich auf ein »was geht ab ...?« keine Antwort finde, weil ich keinen Bock mehr darauf habe, wildfremde Menschen zu fragen, ob sie sich mit mir unterhalten oder mit dem Adressbuch ihres Handy.

Kommentare:

PeWi hat gesagt…

"Mit dem Adressbuch des Handys", der ist gut. Mein Mann und ich machen manches Mal schon blöde Bemerkungen, wenn irgendjemand so in der Weltgeschichte quakend(Freisprecheinrichtung) daherkommt oder kein Auge von seinem Handy lösen kann. Miteinander ist wohl besser, nur da gehören wir vielleicht zu einer aussterbenden Spezies Mensch

frei-blog hat gesagt…

Ja, Freisprecheinrichtungen hatten mich am Anfang mehr als irritiert, bis ich dahinter kam, dass ich es nicht mit Irren zu tun hatte, die, wild mit den Armen rudernd, auf mich zukamen.
Wichtigtuer sind geradezu vernarrt in ihr Handy. Oft hege ich den Verdacht, dass Frau/Herr Wichtig einfach nur Selbstgespräche führen.
*grinst*