22.01.2013

Bad Camberg - an Sicherheit gespart

von Volker

Über normale Frostschäden, die sich in jedem Winter bilden, kann man in Bad Camberg nicht mehr sprechen.

Vor allem die Nebenstraßen befinden sich in einem derart üblen Zustand, da in den letzten Jahren sehr wenig zur Ausbesserung der Straßen getan wurde.
Sparen ist angesagt, nicht das Wohl der Bürger.


Löcher in den Straßendecken, gefährliche Fallen, die für einen Fahrradfahrer schlimme Folgen nachsichziehen können. Ein Autofahrer kann noch gelassen darüber hinwegfahren, der Fahrradfahrer muß sich auf sein waches Auge verlassen, und darf keinen Augenblick unaufmerksam sein.

Mich würde dabei interessieren, ob die Kommune für Material- und Körperschäden haftbar gemacht werden kann.

Ebenso befinden sich Bürgersteige in einem Zustand des Zerfalls. Für alte Menschen, Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfen ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko.


Nach dem jetzigen Winter wird das Fahrradfahren sowie das Laufen ein Stück gefährlicher werden. Ökologisch sinnvoll, aber mit erhöhtem Risiko.

Kommentare:

PeWi hat gesagt…

Bei uns ebenso. Da wurde im Herbst mit einem Schippchen einige schlimme Löcher zugepappt. Schade ums Geld, die sind genauso wieder da. In unserer Straße (ein öffentlicher Bus fährt da durch) haben wir wieder Löcher, die U-Bahn-mäßig sind. Manche Straßen bei uns im Viertel möchte ich wirklich nicht als Radfahrer befahren, vor allem im Dunklen.

Anonym hat gesagt…

Wer auf einem mit Schlaglöchern übersäten Radweg unterwegs ist, sollte nicht darauf hoffen, nach einem Sturz Schadensersatz von der zuständigen Kommune zu bekommen. Bei klar erkennbaren Schäden gelte es, besonders vorsichtig und aufmerksam zu fahren, heißt es in einem Urteil des Landgerichts Rostock.
Eine Radfahrerin war auf abschüssiger Strecke und nach einer Kurve auf dem desolaten Radweg gestürzt und hatte sich erheblich verletzt. Nun verlangte sie Schadensersatz und Schmerzensgeld von der zuständigen Kommune, weil diese ihre Verkehrssicherungspflicht missachtet habe.
Die Richter wiesen die Klage jedoch ab. Sie argumentierten, die Frau habe schon weit vor der Unfallstelle den schlechten Zustand des Radwegs erkannt und habe – wie sie selbst einräumte – Schlangelinien um die vorhandenen Schlaglöcher fahren müssen. Dann aber, so hieß es in dem Urteil, musste sie auch damit rechnen, dass sich an diesem Zustand auch nach der Kurve nichts ändert, und ihr Tempo vermindern.
Der Verkehrssicherungspflichtige müsse nur solche Gefahren beseitigen, die ein sorgfältiger Benutzer nicht erkennen und auf die er sich nicht einrichten könne, so das Gericht: Es ist also nur eine Warnung vor unvermuteten Gefahren nötig (LG Rostock, Az. 4 O 139/04 vom 25. August 2004), www.anwaltverein.de.

Alles Klar?! .. was lernen wir? ... Der DUMME ist IMMER der Büger ..