28.01.2013

Das Brüderle Syndrom

von Volker

Mir fiel nichts anderes ein, als die Kleine auf dem Barhocker stundenlang anzuglotzen, in peinliches Schweigen gehüllt, bis sie vollends ihr Selbstvertrauen verlor, mich anpöbelte, ich sei ja von der Sorte Weicheier, total verklemmt und immer noch Mamis Liebling.

Was hätte ich auch Nettes sagen sollen?

Irgendein Schmarn vom Dirndl? Oder die Casablanca Nummer starten, »time goes by« trällern, dem Weib - vom Klavier aus - tief in die Augen sehen?

Man(n) weiß ja überhaupt nicht mehr, wie Mann kommunizieren soll, ohne gleich als hormongesteuert abgestempelt zu werden. 

Das ist bitter, macht Frust und bildet Schweißflecken unter den Achseln.

»Männer sind Schweine ...«, twittert es durch das Land, allzeit bereit, ihre Freiheit mit der Schniedelwutz zu verteidigen.

Oder mit einer Patriot ...



1 Kommentar:

PeWi hat gesagt…

Tja, dass ist wohl das wichtigste im Land, wenn nach 1 (!) Jahr sich eine Frau, die eigentlich eine gestandene Frau sein müsste, meint, sie wäre sexuell belästigt worden. Kommt zeitlich ausgezeichnet. Verdammt noch mal, nehme ich Brüderle etwa in Schutz? Den Neoliberalen? Leider ja. Eine freche/witzige Antwort hätte es von dieser sogenannten Belästigten auch getan. Beide hätten lachen können und dann wäre alles okay gewesen. Wer heutzutage über welchen Mist alles beleidigt ist, ist nicht mehr fassbar. Da muss ich gleich wieder an das Opferabo denken. Soweit hergeholt ist das wahrscheinlich doch nicht, aber in dem Sinne, wie es der Kachelmann wirklich gemeint hat. :)