13.04.2013

Christlichsozial in den Tod getrieben - ein Nachtrag

von Volker

In den nächsten Tagen wird das Thema wohl vergessen werden (?).
 
So schreibt der Fokus beispielsweise über Mietrückstände, und, dass eine alte Frau ihre Mitbewohner tyrannisiert hätte.


Ich empfinde dies als einen jämmerlichen Versuch, eine Zwangsräumung zu rechtfertigen, ein Akt der Unmenschlichkeit, der nicht einmal durch ein ärztliches Gutachten sowie einen Gerichtsbeschluß verhindert werden konnte (!).
Es halfen auch keine Proteste, keine Aktionen, die vor einer Zwangsräumung schützen konnten.


Zwangsräumung ist Gewalt
Wer von uns ist in der Lage, sich wehren zu können, wenn er zu den Schwächsten, den Vergessenen dieser Gesellschaft gehört.

Die Sicherheit einer Wohnung aufgeben zu müssen, den Verlust des eigenen psychischen Raums unter Zwang zu verlieren, bedeutet - gerade für alte Menschen - den Tod.

Ein Sprichwort sagt: »Alte Bäume verpflanzt man nicht.«

Schon gar nicht in die Obdachlosigkeit, die man im Fall der Berlinerin billigend in kauf genommen hatte.

Wer hierbei über einen Einzelfall reden mag, kann diese gerne tun.

Wir können diese Realität weiterhin ausblenden und der Meinung sein, dass wir in einem Land leben, dessen Politik die Würde des Menschen schützt.
Wir könnten uns allerdings auch die zwingende Frage stellen, ob wir der Entwürdigung des Menschen weiterhin tatenlos zusehen möchten, weil wir davon noch nicht betroffen sind.

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