11.04.2013

Deutschland - Land der Schnippelmedizin?

von Volker
 
Man munkelt von unnötigen Operationen, zwecks Auslastung und Umsatzsteigerung. Der unaufgeklärte Patient als Garant sprudelnder Gewinne?


Sicherlich, es ist wert, ernsthaft darüber nachzudenken, wir könnten jeden Tag ein körperliches Problem bekommen, das angeblich nur mit einer Operation zu beheben sei.

Wer dabei einem einzigen Arzt sein Vertrauen schenkt, geht ein persönliches Risiko ein, das später nicht mehr zu beheben ist.

Wird hierbei mit der Gutgläubigkeit sowie mit der Angst der Menschen gespielt, weil die Medizinindustrie - wie jedes andere Unternehmen - Gewinne erzielen muß?


Ich habe zwar keine grundlegende Statistik zur Hand, glaube aber festzustellen, dass mit zunehmender Privatisierung der Krankenhäuser die Anzahl künstlicher Hüft- und Kniegelenke und Bypassoperationen erheblich zunahm.

Ob dies im Einzelfall auch zwingend nötig ist, kann der aufgeschreckte Patient wohl nur selten beurteilen.

Ein kleines Beispiel:
Ein Bekannter klagte über Magenschmerzen, die sich häufig nach dem Essen einstellten.
Nach einer Magenspiegelung im Krankenhaus wurde ihm mitgeteilt, sein Darm wäre zu lang, er sollte sich den Darm kürzen lassen.
Nachdem er einen solchen Eingriff ablehnte, wurde ihm angeraten, nach dem Essen herumzuhüpfen.

1 Kommentar:

PeWi hat gesagt…

"Nach dem Essen herumhüpfen" :D

Aber Spaß beiseite. In vielem haben die Menschen auch selbst schuld. Da werden die Diagnosen eines Arztes einfach gläubig so hingenommen. Da tut dort und dort etwas weh: schnippel, schnippel ... Hinterher tut es genau noch so weh. Dann wird der nächste Arzt aufgesucht: Heiße Steine? Ohja. 4 Wochen Selbsthypnose - alles gut, dann die gleichen Beschwerden. Wieder gläubig zum Arzt rennen ... Ich könnte das stundenlang fortsetzen. Ein Patient, der sich schon vorher informiert und nach der Diagnose noch einmal ist ein nicht gern gesehener Patient und ich denke auch ein seltener.