04.09.2013

Hartz IV-Tagebuch - geregelte Anpassung

von Volker

Nun sollte ich mich erst einmal entspannt zurücklehnen. Das Schwein wird noch nicht geschlachtet.

Ab Januar darf ich mir einen fetten Neun-Euro-Wams zulegen, damit meine Rippen nicht allzu deutlich sichtbar werden, Speck für Notzeiten bilden.

Mein Existenzminimum wird angepasst, passgenau berechnet, gerade so weit, dass ich nicht übermütig werde.
Ich bin ein glücklicher Schmarotzer. Ein noch geduldetes Pflegekind.

Lasst mich jauchzen. Lasst mich diese Hände küssen, die mir ein Brot reichen, um mich weiterhin schlagen zu dürfen.

Das Kreuz auf meiner Schulter, mein Büßerhemd, die Geisel an meinem Leib, - all diese Erniedrigungen zeugen von tiefster Dankbarkeit.

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