16.09.2013

Hartz IV-Tagebuch - Grenze erreicht?

von Volker

Ich möchte noch einmal an meinen letzten Beitrag anknüpfen.

Zur Zeit wird die kleine Tafel meiner Kleinstadt (freitags geöffnet) regelmäßig von ungefähr vierzig Bedürftigen besucht. Im Vergleich zu größeren Städten sicherlich eine geringe Zahl, wobei ich anmerken muß, dass in Bad Camberg weitaus mehr Menschen leben, die von Armut betroffen sind. Diesen Menschen ergeht es wohl ähnlich wie mir. Die Erniedrigung, von Almosen zu leben, vergleiche ich bewusst mit psychischer Folter, die Betroffene zuzüglich der üblichen Erniedrigungen durch Hartz IV täglich ertragen müßten. Dazu kommt die allgemein vorherrschende gesellschaftliche Charakterisierung von Bedürftigkeit, Armut und Arbeitslosigkeit.
Eine Schuldzuweisung, der - unter politischer Willkür - Diskriminierung und Ächtung folgt.

In absehbarer Zeit wird sich die Anzahl Hilfesuchender in Bad Camberg weiter erhöhen.
Wieviel Bedürftige kann eine Tafel auf Dauer speisen?

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