11.09.2013

Nahrungsmüll

von Volker

Tomaten mit Druckstellen und gut gereift, Bananen mit Flecken auf der Schale, Blumenkohl, nicht rein Weiß, und und und ...
Müll.
Da der zahlende Kunde schon lange verlernte, wie ein Lebensmittel schmecken sollte, steht er auf Ästhetik künstlicher und in Massen gezüchteter Produkte. Eine verwachsene Karotte kann ebenso wenig schmecken, wie eine krumme Salatgurke. Keimende Kartoffeln, altbackenes Brot gehören in die Biotonne.
Sauber und ausgemessen, gewachst, gespritzt, ein einheitliches Outfit von der Stange ...  So und nur so wünschen wir uns ein Lebensmittel, klinisch rein in den Supermärkten zur Schau gestellt.
Was ein auf Umsatz getrimmter Kunde nicht mehr anrührt, wird entsorgt. Dafür gibt es klare Regeln der Konzerne, die ihre königliche Kundschaft als nützliche Deppen behandelt, im Verbrauchertreibhaus gezüchtet.

1 Kommentar:

PeWi hat gesagt…

Gut gesprochen. Obwohl, ich kaufe auch nur makellose Bananen, damit sie bei mir nachreifen können, schön braun gesprenkelt, weil sie dann besonders gut schmecken, liegen sie bei mir herum, denn nur dann sind sie essbar und schmecken. Mich ärgert aber auch dieses Industrieobst und -gemüse. Ich esse z.B. kaum noch einen Apfel, weil ich (dank DDR) noch weiß, wie ein Apfel zu schmecken hat. Jedenfalls so nicht, wie man sie angeboten bekommt. Die sind eine Beleidigung der Geschmacksknospen.