24.11.2013

Hartz IV-Tagebuch - zwei Kilometer Sozialabbau

von Volker

Die Wirtschaft boomt, Arbeitsplätze entstehen trotz Massenentlassungen, uns geht es merkelisch gut.

Dummerweise steigt die Zahl derer zu Hartz IV Verdammten sowie die Zahl derjenigen, die sich nach einem Arbeitstag als gerecht entlohnte Aufstocker fühlen dürfen, um sich somit ihre Arbeitsplätze selbst zu sichern und Umsätze zu steigern.

Und schon erfahren wir - das dümmliche, gefräßige Volk - dass die Ausgaben für leidige Almosenempfänger weiterhin um satte 700 Millionen steigen werden (!), während eine berliner U-Bahn-Strecke von 2 Kilometer mehr als 500 Millionen verschlingt.

Da kommt der Michel schon ins Grübeln

Nicht über die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass 2 Kilometer solche Unsummen erfordern, sondern: warum soll ich für arme Schweine immer bluten müssen, die ihr Elend nachweislich selbst verursachen?

Sicherlich, das ist schwerer Stoff, es möchten die angeborenen Gehirnzellen nicht mehr mitspielen.
Also: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Das Maul halten.
 

Probleme lösen andere besser
Die verstehen zwar einen Dreck von Menschlichkeit, dafür besitzen sie eine geradezu geniale Veranlagung, stündlich ihren Reichtum zu mehren, den sie mit aller Macht verteidigen, um nicht selbst mit Armut konfrontiert zu werden.
Jegliche geforderten Steuererhöhungen sowie sonstige Abgaben sind somit als Angriff zu bewerten, den es gilt, ihn rechtmäßig niederzuschlagen.

Nicht zu vergessen

Rentner, die immer noch von gesicheren Renten fantasieren, weil sie schließlich Beiträge für ihr Alter zahlten, der Staat diese träuhänderisch verwalten sollte/könnte/wollte, dieser Verpflichtung allerdings nicht nachkam und das Vermögen irgendwo versickerte ... wohin auch immer.

So geht das nicht

Streichen wir »Rente« der Einfachheit halber aus dem Duden.
Rufen wir den Armutsrentner aus, der sich unter Hartz IV-Bedingungen schon vorsorglich/fürsorglich mit der Armut einrichten konnte, damit es ihm nicht allzu schwer fällt, frühzeitig aus seinem kostspieligen Leben zu scheiden.

Noch einmal: 500 Millionen für 2 Kilometer U-Bahn-Neubau!
Da freut sich die Bauindustrie, solange es noch Leiharbeiter oder Billiglöhner gibt, die man später wieder bedarfsgerecht entsorgen kann.

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