16.12.2013

Hartz IV-Tagebuch - ein Reiskorn in der Faust

von Volker

Eine Hand voll Reis am Tag sollte genügen, wenn der Gürtel enger um den Leib geschnürt wird. Man darf sich ein Beispiel an den Menschen der Dritten Welt nehmen, die sich schon lange im Hungern üben.

Gut, wir erfreuen uns noch eines Sozialsystems und unsere Kinder sterben nicht wie die Fliegen weg; wäre ja auch zu brutal.

Dies sollte ich beachten, sprach sinngemäß ein Ex-Gewerkschaftler zu mir, bekennender Sozialdemokrat und Minilobbyist mit Übergewicht. Es sei zwar schade, dass ich mir kein anständiges Brot mehr leisten könne, aber wie gesagt, ich sollte meinen Blick auf die Dritte Welt richten und dabei bedenken, dass der Steuerzahler (ein Kampfbegriff) mich immerhin mitfinanziert, was ich doch -  verdammt noch mal - bedenken sollte.


Ok, dem Mann wurde ein Bundesverdienstkreuz verliehen ... er weiß sicherlich worüber er redet. Schließlich war er auch Schöffe an einem Sozialgericht und konnte sich über alle Kläger ein gerechtes Urteil bilden.

Bei einer Preissteigerung von 40% für Lebensmittel schmälert sich die Hand zur Faust.

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