28.01.2014

Hartz IV-Tagebuch: In eigener Sache - Pause

von Volker

Den Kopf frei halten und mich auf das nötig Wesentliche konzentrieren, um in diesem Land noch überleben zu können.


Meine Vermieterin möchte mich aus meiner Wohnung klagen, da ich ihrem Mieterhöhungsverlangen nicht nachkomme, das m. E. in keiner Weise berechtigt ist, da die Wohnung erhebliche Mängel aufweist, die bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht behoben wurden. Sollte es zu einer Klage kommen, bin ich gespannt, wie ein Richter darüber entscheiden würde.


Das macht einfach mürbe, schon deshalb, weil ich meine eh kümmerliche Existenz durch Hartz IV gefährdet sehe und sogar von Obdachlosigkeit bedroht wäre.


Hungern oder Obdachlosigkeit? ... meine Vermieterin scheint dies nicht zu interessieren, da der »Sozialschmarotzer
« seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht mehr nachkommen kann.

Kommentare:

PeWi hat gesagt…

Kopf hoch! Die Chancen stehen nicht schlecht - was willst du mehr (frei nach einem Fantasy-Film-Ausspruch). Ich hoffe, dass du obsiegst und ich wieder Neues bei dir lesen kann.

frei-blog hat gesagt…

@PeWi,
das zieht sich jetzt schon monatelang hin, mit immer derselben Androhung einer Klage, und ich hatte bis jetzt noch keinerlei Post eines Anwalts bekommen. Ich rechne aber damit, dass sie es versuchen werden. Das werde ich in den nächsten 2 Wochen wissen. Das ganze ist eh absurd und in keiner Weise glaubwürdig. Aber, wenn es zu einer Klage kommt, weiß ich halt auch nicht, an welchen Richter ich gerate. In einem Schreiben vom 27.01.14 hatten sie mir sogar ein Ultimatum gestellt, Ablauf 30.01.14, 16 Uhr (also 3 Tage): Ich hätte die Möglichkeit, das Mietverhältnis - ohne Mieterhöhung - bis zum 30.04. zu kündigen. Faktisch wäre ich dann ab Mai obdachlos. Wie gesagt: das interessiert solche Menschen nicht.

PeWi hat gesagt…

@frei-blog. Da habe ich doch den Film-Ausspruch vermasselt. Es sollte heißen: "Die Chancen stehen schlecht." Ich habe ja mal im Zuge eines Kurzurlaubes deinen Wohnort besucht. Dort stehen die Chancen eher schlecht, eine neue Wohnung zu erhalten, denke ich mal. Ich sage das jetzt mal als Großstädterin. In einem kleinen Kaff ist es sehr schwer bezahlbaren Wohnraum zu erhalten. Und die Justiz ist sicherlich nicht auf der Seite derjenigen ohne Wohneigentum.