21.02.2014

Hartz IV-Tagebuch - die Einsamkeit der Gedanken

von Volker

Können wir noch irgendetwas an dieser lebensfeindlichen Welt verändern? Ich stelle mir diese Frage täglich und finde keine Antwort darauf.
Abgrundtief zu verachten ist die Tatsache, was Gier und Machtstreben aus diesem Planeten gemacht haben: eine Müllhalde, einen Ort für Kriege und Ausbeutung. Mit einer Brutalität, deren Höhepunkt noch lange nicht erreicht ist.
Bei näherer Betrachtung der Dinge und genauerem Hinsehen besteht die Gefahr in den Wahnsinn zu fallen. Das geht schnell ... es sei, sie verhalten sich wie eine Schnecke. Den Kopf einziehen und darauf hoffen, dass alles nicht so schlimm wird. Die eigene Selbsttäuschung inszenieren, was uns sicherlich nicht schwerfallen dürfte, bei all den Heilrufen, die uns täglich erreichen. »Nimm es locker, denke positiv, wir regeln dein erbärmliches Leben, solange du uns von Nutzen bist.«
So kommunizieren reden DIE mit uns, vergleichen uns mit geistig Behinderten, die wohlwollend gerade noch am Leben erhalten werden, weil es so ein Ding gibt, das wir »Würde« nennen, ein einsames Wort, jederzeit noch googlebar und straffrei nachzulesen.
Was wundert sie daran. Dass wir »Menschenwürde« noch aussprechen dürfen? Nun ja, darüber zu reden oder sie einzufordern macht schon einen gewaltigen Unterschied.
Vergessen sie's einfach, sie fallen damit nur auf und auf die Schnauze; man wird sie hinwegfegen wie ein lästiges Insekt.


Denken wir einfach nicht mehr darüber nach(?).

1 Kommentar:

PeWi hat gesagt…

Und genau das machen die meisten Menschen. Nur nicht nachdenken. Besser: Nachdenken lassen! Und zwar von denen, die den Normalo alles streitig machen wollen. Ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass etwas geändert werden kann. Die Mehrzahl will es nicht. Das macht mich langsam fuchsig. Als ich diese Woche in der Kippe-Redaktion zur Besprechung war, fiel mir gerade bei der jungen Redakteurin auf, dass sie von nichts nichts weiß. Ja von Kultur quasseln sie wie verrückt vor sich hin, so dass ich eigentlich nur noch Bahnhof verstehe. Aber das normale Leben? Fehlanzeige. Sie kam mit Fachkräftemangel und alles solchen Müll. Ich habe ihr die Links für die Nachdenkenseiten, Flassbeck und Querschüsse geschickt. Ich hoffe, dass sie die auch nachschlägt. Es wäre ein Anfang. Aber, Volker, wenn wir uns niederdrücken lassen würden, dann hätten die erreicht, was sie wollen. 100% willfährig! Das will ich nicht, deshalb gebe ich nicht auf, auch wenn wir Sisyphus spielen.