15.04.2014

Offener Brief zum Thema »Mindestlohn nicht für Arbeitslose« an die Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Soziales Netzwerk "Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau"

Das Schreiben wurde großflächig an die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, andere Bundestagsabgeordnete und die Presse geschickt.



Sehr geehrte Frau Nahles, sehr geehrte Damen und Herren von der Presse und werte Mitstreiter,

unser Soziales Netzwerk "Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau" www.soziales-netzwerk-bgs.de wollte einmal nachfragen, mit welcher Begründung wieder einmal die Arbeitslosen diskriminiert werden sollen?

Es ist unfassbar, das wieder nur die Wirtschaft von den Arbeitslosen profitieren soll. Die Arbeitnehmer dürfen also die Arbeitslosen ein halbes Jahr ohne Mindestlohn beschäftigen. Dann dürfen die Arbeitslose vor Ablauf der Zeit wieder entlassen werden, und neue Arbeitslose arbeiten dann wieder ohne Mindestlohn. Das soll ja nicht nur Arbeitslose betreffen, es sind dann ja auch Jugendliche unter 18 Jahre betroffen, genauso wie Praktikanten.

Die Arbeitslosen arbeiten jetzt schon oft zu sittenwürdigen Löhnen, und das soll nun mit einem gesetzlichen Mindestlohn fortgeführt werden? Unser Soziales Netzwerk "Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau" www.soziales-netzwerk-bgs.de, fragt sich, was haben die Arbeitslosen verbrochen, dass sie immer mehr versklavt werden sollen?

Ein gesetzlicher Mindestlohn sollte dazu dienen, dass jeder von seine Arbeit auch leben kann. Aber in unsere Gesellschaft werden ganz vorsätzlich und voll bewusst ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt. Ja, warum ist das so, will man mit den Arbeitslosen die Arbeitnehmer unter Druck setzten und bei diesen mit Hartz IV eine panische Angst verbreiten?

Auf die von uns gestellten Fragen erwarten wir von der Bundesministerin für Arbeit und Soziales eine schriftliche Antwort.

Mit freundlichen Gruß
Soziales Netzwerk "Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau"
i.A. Birgit Kühr

http://www.soziales-netzwerk-bgs.de

1 Kommentar:

PeWi hat gesagt…

Wenn wirklich eine Antwort kommen sollte, dann eine mit Sprechblasen, wie gut sie es doch eigentlich mit den Arbeitslosen meinten und ihnen sogar goldene Brücken in den 1. Arbeitsmarkt bauen würden. So gut und golden, wie die Richter beim Arbeitsgericht, die ein Jobcenter haben abblitzen lassen, weil es ein Rechtsanwaltsbüro wegen sittenwidriger Stundenlöhne verklagte. Die Arbeit"nehmer" wollten es so.