10.09.2014

Hartz IV - stirb langsam, aber sicher

Ein Kommentar zu: Die Hartz-Diktatur Deutschland: Ursachen, Auswirkungen und Ausblicke

Ich kann es nur immer wieder betonen, und zwar aus der eigenen Lebenslage heraus:
Wer zu Hartz IV gezwungen wird, lebt ein Leben in beständiger Angst. Zum einen ist es die Angst um das Überleben unter finanziellen Bedingungen, die oft nicht einmal für das Nötigste ausreichen, zum anderen ist es diese ständige Angst, dass "Sachbearbeiter" einer menschenverwaltenden Bürokratie über das weitere Leben der "Sache Mensch" nach Lust und Laune entscheiden dürfen, da die Grundlagen menschenverachtender Politik - bis zum Nullwert eines Menschen -  vorgegeben werden.

Ich kenne einige, die an diesem System einfach zerbrechen, deren Psyche unter solchen Überlebensbedingungen nicht mehr standhält (Trauma?, ja), die dazu noch körperlich erkranken und sich langsam verabschieden.
Wie sollte jemand, der über Jahre hinweg dermaßen zerstört wurde noch die Kraft aufbringen, wenigstens aus der Hartz IV-Falle herauszukommen, um ein selbstbestimmtes Leben leben zu dürfen?

Einigen wird es wohl gelingen, wenn sie noch jünger sind, ein Großteil der Ausgesonderten - und dies sind die Älteren - wird gnadenlos durch sinnlose Maßnahmen getrieben, die sie nicht ablehnen dürfen, weil ihr Existenzminnimum gestrichen wird.
Viele werden in die Fängen von Leiharbeitsfirmen getrieben (das dürfen sie auch nicht ablehnen), arbeiten Vollzeit unter widrigen Bedingungen für einen Hungerlohn, den sie dazu noch mit Hartz IV aufstocken müssen. Wenn sie nicht mehr benötigt werden, werden sie durch die nächsten Maßnahme getrieben ....
Danach folgt die Altersarmut.
Zeit zum sterben, wenn man nicht mehr dazu in der Lage ist, nach Pfandflaschen zu suchen.

Keine Kommentare: