26.10.2014

Hartz IV-Tagebuch – leben ohne persönliche Freiräume

Die eigene Kreativität frei entfalten zu können, künstlerisch tätig zu sein, sei es nur für sich oder auch für andere, bedeutet nicht nur Lebendigkeit zu verspüren, sich mit seinen Gedanken und Empfindungen Freiräume zu erschaffen, sondern ebenso eine Einbindung in zwischenmenschliche Beziehungen. Soziale Teilhabe als Grundvoraussetzung für seelische Stabilität sowie das Erleben und Wahrnehmen der eigenen Persönlichkeit.
Malen, Musik, töpfern, schneidern... – wer seine individuelle Fähigkeit ausleben, somit auch erleben kann, mit der Möglichkeit zu wachsen, sich weiter entwickeln zu können, schöpft daraus Kraft, Zuversicht und Lebensfreude.

Das derzeitige Existenzminimum gestattet keine persönliche Freiräume mehr für Lebendigkeiten.

1 Kommentar:

Procne hat gesagt…

Das kann ich nur bestaetigen. Frueher habe ich auch gemalt, kann mir das aber nicht mehr leisten. Frueher wollte ich mal Auftragsarbeiten uebers Internet anbieten, aber mit dem Sozialamt ist das nicht machbar. Anders als das Jobcenter muessen die keine durch Berufstaetigkeit entstehende Kosten anerkennen und kassieren auch bei den Einnahmen mehr ab. Ich leide unter den fehlenden Moeglichkeiten zur Selbstverwirklichung weit mehr als unter dem knappen Regelsatz. Auf die Suche nach einem Partner verzichte ich auch, da das Sozialamt ihm bis auf das Existenzminimum alles wegnehmen wuerde und ich keinen anderen Menschen ungluecklich machen will. Liebe Gruesse