11.10.2014

Hartz IV-Tagebuch – Strom, Wasser und Brot

Stromkosten
Ein weiteres Thema, das mich am Ende eines Jahres den Atem anhalten lässt:
Im November bekomme ich meine Stromabrechnung, die mein Lebensminimum weiter schmälern wird. In den letzten drei Jahren mußte ich zusätzlich zwölf Euro aus meinem Regelsatz abzweigen, trotz weniger Verbrauch und Sparsamkeit.

Seit 2000 haben sich Stromkosten für Privathaushalte fast verdoppelt!

Ich rechne wieder einmal mit einer Nachzahlung zwischen fünfzehn und zwanzig Euro sowie einer weiteren Erhöhung meiner monatlichen Abschlagszahlung, die ich alternativlos aufbringen muß. Ansonsten droht mir eine Stromsperre.

trinken
Ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr stirbt der Mensch – innerhalb kurzer Zeit.
Ich decke meinen täglichen Bedarf mit Leitungswasser ab, da selbst zwei Flaschen preiswertes Mineralwasser für mich nicht mehr erschwinglich sind (wären c.a. 18 Euro zusätzliche Kosten pro Monat).
Noch einmal: Ich wäre finanziell kaum in der Lage, mich am Leben zu erhalten – gäbe es keinen Zugang zu Leitungswasser meiner Kommune!

Brot und Tafel
Ohne »Tafel« könnte ich kein nahrhaftes Brot essen, das heimische Bäckereien immerhin noch spenden, ehe es an Schweine verfüttert wird oder in der Tonne landet.

Strom, Wasser und Brot  – ich sollte dankbar dafür sein.

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