28.10.2014

Nennmaß Armutsgrenze, Scheinpolitik, Risikofaktor Mensch

Heute hörte ich in den Radionachrichten, dass 13 Millionen Deutsche von Armut bedroht sind, wobei ich befürchte, dass die Dunkelziffer wohl weitaus höher liegt.
Die aktuelle, heruntergerechnete Armutsgrenze wird hierbei mit 979 EUR angegeben (zum Vergleich: ALG II-Bezieher oder Armutsrentner in der Grundsicherung liegen mit über 200 EUR noch weit unterhalb der Armutsgrenze).
Es wird betont, dass sich die Anzahl der von-Armut-Bedrohten sich im Vergleich zur lezten Statistik nicht wesentlich erhöhte. Kaum vorstellbar –.
Interressant dabei ist die verwendete Bezeichnung bedroht, und soll wohl verharmlosend vermitteln: noch nicht von Armut betroffen.
Es scheint auch kein Thema zu sein, das die Redaktion des Senders näher analysieren möchte; andere Randthemen sind weitaus wichtiger.

Gehen wir einmal von der Tatsache aus, dass immer mehr Menschen (nicht nur in Deutschland) in die Armutsspirale gepresst werden, da sie nicht mehr benötigt und deshalb frühzeitig ausgesondert wurden.

Gehen wir von der Tatsache aus, dass eine menschenwürdige Bezahlung für geleistete Arbeit den Interessen der Arbeitgeber/Konzernen/Aktionären zuwiderlaufen, der Mensch als Risikofaktor angesehen wird, den man mit allen Mitteln vermeiden wird.

Gehen wir von der Tatsache aus, dass eine ausreichende Bildung, ein erlernter Beruf keine Garantie mehr darstellt, von Armut nicht bedroht zu werden.

Gehen wir von der Tatsache aus, dass wir zusehends über Konzerne sowie Banken verwaltet werden, in deren Wertvorstellungen (?) Mensch und Natur bedeutungslos wurden.

Gehen wir weiter von der Tatsache aus, dass eine Scheinpolitk, gewählt und über Schattenpolitiker/Innen legitimiert, sich von jeglicher ethischer Verantwortung in zukunft freisprechen wird.

Kein Thema, mit dem wir uns näher befassen sollten. Uns geht es allen gut –.

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