23.11.2014

Drohnenphobie

Neuerdings bin ich im Umgang mit Stubenfliegen hinterlistiger geworden, da sie sich auffallenderweise, selbst in kleinsten Winkeln, herumtreiben, überall verdächtige Spuren hinterlassen, die ich, nachdem ich einen verschwörungstheoretischen Roman las, sogleich wieder entferne, weil: Fliegendreck womöglich von einer FliegenDrohne installiert wurde, deren klar erkennbare Aufgabe darin besteht, mein privates Rückzugsgebiet mit digitalen Augen zu bestücken, damit mich ein Superrechner erfassen und duchrastern sollte, um aufgrund mutmaßlich, verdächtiger Lebensgewohnheiten, außerhalb festgelegter Normen, unverzüglich eine SpinnenDrohne zu entsenden, deren Programm – alternativlos – dazu geschrieben wurde, mich lästigen Zeitgenossen mittels Nanotechnik zu eliminieren.

Verschließen Sie ihre Fenster nach Einbruch der Dunkelheit, misstrauen Sie geglicher Nachtfalteraktivität –.

1 Kommentar:

Phoenix hat gesagt…

Sehr schön geschrieben, Volker. Danke für den Lacher. :))
Das Fenster lasse ich aber dennoch hin und wieder auf, damit auch die Feinde der Drohnenfliege hinein können.
Dann aber schnell zu das Ding, und Mr. House erledigt die Arbeit.