16.01.2015

Nachrichtendienst der Reichsfrauenführung zur Fremdarbeiterfrage 1939 – Teil 2

Nachrichtendienst der Reichsfrauenführung
Sonderdienst


8. Jahrgang – Folge 14
Berlin, Ende Nov. 1939


Ein weiterer Auszug daraus:

3. Gesundheitliche Gefahren
Die von ihren Frauen und Mädchen getrennten Fremdarbeiter sind durch diese Isolierung eine große Gefahr für die Ausbreitung  der Geschlechtskrankheiten. Unachtsamkeit, Gleichgültigkeit, Unsauberkeit und stärkere Triebhaftigkeit sind die Erklärung dafür. Die Lager der Fremdarbeiter dürfen nicht zu Ausgangsstätten der gefährlichen Volkseuche, der Geschlechtskrankheiten, werden.

4. Sittliche Gefahren
Da die Sittlichkeit eines Volkes von der Art seiner rassischen Kräfte abhängt, haben die Völker zwangsläufig verschiedene sittliche Auffassungen. Es darf gerade in dieser Zeit nicht sein, daß nach mühsamer Überwindung rassefremder jüdischer Entartung  die sittliche Auffassung des deutschen Volkes erneut von andersrassigen Anschauungen beeinträchtigt wird. Hinzu kommt, daß die sittliche Haltung der Wanderarbeiter wahrscheinlich auch weit unter der ihres eigenen Volkes stehen wird. Um so mehr ist dafür zu sorgen, daß hieraus keine sittlichen Gefahren für die Gegenden, in denen sich die Wanderarbeiterlager befinden, entstehen.

5. Politische Gefahren
Der Soldat an der Front kann nicht über die Ehre seiner Frau und Töchter wachen.
Überall dort, wo in der Heimat durch die Einberufung ein Männermangel eintritt, wird der Fremdarbeiter für seine Wünsche willigere Ohren als bisher schon finden. Nur der Soldat, der seine Familie in sicherem Schutz weiß, wird sich mit ganzer Kraft seinen soldatischen Aufgaben fern der Heimat unterziehen können.
Im ganzen muß nochmals darauf hingewiesen werden, daß viele Gefahren schon vor dem Kriege bestanden haben. Durch die Einziehung der Männer und den dadurch verursachten Männermangel aber sind sie noch stark vergrößert worden.

Jede Frauenschaftsleiterin muß die Erziehung unserer Frauen und Mädchen zu einer nationalen und und rassebewußten Haltung gerade jetzt in der Zeit des Krieges als eine ihrer wichtigsten Aufgaben ansehen.

Quelle: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abt 483 Nr. 11222

Anmerkung:
Ohne weiteren Kommentar meinerseits.
Gepostet 2015 – zur Erinnerung und Mahnung.

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