01.01.2015

Neujahrstag

Weshalb hätte ich friedlich schlafen sollen, wenn sich offensichtlich ganz Deutschland erfreuen mochte.

Ich bin ein Miesepeter. Einer, der anderen ihre gute Laune quervermasselt, der sich nicht in ein allgemeines Koma säuft oder auf der Gasse herumtanzt. Es gibt ja auch nichts zu lachen. Kein sichtbarer Grund zu gekünstelter Freude.

Es ist und bleibt beschissen. Jeglicher Versuch, dieser durchgeknallten Narrenwelt etwas positives abzugewinnen, scheitert täglich an entsetzlichen Schweinereien kriegslüsterner Psychos. Und an einem pervertierten Geldadel, auch Kapitalismus genannt.
Also: warum sollte ich in diesem Narrenchor mitsingen.

Ab Mitternacht erlebte ich den gefühlten Krieg vor der Haustür, obwohl ich keine Ahnung darüber habe, wie sich Krieg anhört. Irgendwie schrecklich, aber nicht zu vermeiden...
Gut, bei solchen Anlässen sollte man sich schon darüber freuen können, noch am Leben zu sein, sich nicht als Kriegsflüchtling über Grenzen schleppen zu müssen, um danach auf einem Asylantenschafott verbrannt zu werden. Da kommt schon Laune auf.


Am Neujahrstag befinden sich alle noch in einem Ausnahmezustand. Man war so friedlich besoffen und halbtot, dass jeglicher realitätsnahe Gedanke einfach nur Schmerzen verursacht.

Trümmer, Müll, Kotzspuren...
Auf ein weiteres glückliches Jahr...

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