19.02.2015

Hartz IV – Armutszählung

Was nützt es, wenn der Paritätische Wohlfahrtsverband wieder einmal darauf hinweist, dass die Armut in Deutschland weiter ansteigt?

Und was nützt es den verarmten Menschen – mitten unter uns –, wenn wieder einmal gefordert wird, den Hartz IV-Regelsatz sowie die Grundsicherung für verarmte RentnerInnen deutlich anzuheben, wenn es dem Staat und den wirklich Regierenden – hinter diesem Staat – schlicht und einfach nicht interessiert, ob Menschen hungern müssen, sich durch Obdachlosigkeit bedroht sehen, ihnen eine Stromversorgung verweigert wird, sie bei Tafeln betteln müssen.

Seit zehn Jahren menschenverachtender Verarmungspolitik dreht sich die Spirale armutserzeugender Politik immer weiter. Seit zehn Jahren steht Hartz IV für Elend und Leid, für Millionen MitbürgerInnen, denen das Recht abgesprochen wird, ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Und das ist nur der Anfang zukünftiger Verelendungspolitik, die bewußt herbeigeführt wurde und weiterhin betrieben wird.

Eine Verhöhnung aller Notleidenden in diesem Land, wenn die Agenda 2010 mit all ihren sozialtödlichen Folgen dazu noch als Erfolg gepriesen wird, mit dem Tenor, es ginge uns allen gut, und: »Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.«

Solange noch gezählt wird –.

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