12.06.2015

Hartz IV-Tagebuch – Tafelgesänge

Eine Frau in abgetragener Bekleidung reichte mir eine Flasche Wasser – ich sollte etwas trinken. Eine nette Geste, die meine nachdenkliche Stimmung  ein wenig milderte, als ich darüber nachdachte, wieder nach Hause zu fahren. Geht nicht. Meine Wochenration Euros lässt dies nicht zu, und Fluchtgedanken würden mich auch nicht weiterbringen.

Spielende Kinder, alte Menschen und Verzweifelte. Sogar Kleinkinder sind auf eine Tafel angewiesen, während von der Leyen die Rüstungsindustrie mit weiteren Milliarden speist, um sie satt zu bekommen.
Nebenbei erfahre ich, dass eine Familie aus Serbien wieder abgeschoben, aus Deutschland herausgeprügelt wird, obwohl die Kinder hier geboren wurden.
Wer fragt schon ein hilfloses Kind.

Kommentare:

Ina hat gesagt…

Hallo Volker,

darf ich's verlinken (nicht zitieren)? Ich würde, nicht nur weil sich bei mir u.a. kunstinteressiertes Publikum einfindet, die Links zu deinen Acryl-Sachen daneben stellen, dass du da vielleicht auch etwas Zulauf erhälst. Aber ich dachte, ich frage besser erst.

LG Ina

frei-blog hat gesagt…

Hallo Ina,
darfst Du gerne.
Danke-
Volker