17.06.2015

Wahltag – Bier, Chips und Kreuz

Ich finde spannende Wahlabende bis zum Abwinken lustig.
Hochrechnungen und viel Gesülze um eine gerechte Verteilung der Butter auf's Brot. Der Wähler sehnt sich nach fetttriefenden Schmalz, alle Jahre wieder versorgend eingefettet zu werden – bis hin zum Infarkt.
Nur geschlossen steht eine Partei stramm in Reih und Glied, Kopf an Schulter, Disziplin bei Fuß, Arsch an Arsch. Parteibuch gleich Bibel, inzüchtige Verbandelungen mit eingeschlossen.
Parteistricher lachen animierend in Kameras, klatschen parteidiszipliniert in die Runde jubelnder Zuschauer, beten ihren abgestandenen Parteimüll der letzten Jahre herunter, und danach, wenn alle lukrative Pöstchen verteilt sind, wird halt mal Politik gemacht.
Klar – was sonst. Das muß so sein, ansonsten wären Politiker/Innen absolut überflüssig wie abgestandenes Frittenfett.
Da rutscht auch schon mal eine Ministerin von Amt zum nächsten Amt, betet in ihrem aktuellen leistungstragendem Amt den gleichen Müll der letzten Jahre herunter, freut sich auf die nächste Wahl – die Kanzlerin unser aller Herzen sein zu dürfen.
Mutti löst bald Mutti ab, das Volk braucht frische Windeln. Wer dabei noch in die Hosen macht, hat wohl falsch gewählt, darf sich aber nach vier Jahren neu wickeln lassen.
Der Inkontinenzler, auch Wahlbürger genannt, freut sich derweilen strampelnd auf den nächsten Schnuller in schwarzrotgoldenen Farben.


Ich weiß, ist alles nicht mehr zum Lachen.


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