04.08.2015

Alltagsrassismus – der Türk, der Ausländer, das Ding

Sie haben doch sicherlich einen Namen.
Möglicherweise wurden Sie mit dem Namen Ernst Meier in dieses Leben hineingeboren, Ihre Eltern, Geschwister und Freunde nennen Sie beim Namen, respektieren Sie als Ernst Meier.
Sie würden sicherlich jeden arroganten Schnösel, der Sie abwertend als »das Ding« bezeichnet, sofort in seine Schranken verweisen, ihm diese Respektlosigkeit um die Ohren schlagen – in aller Deutlichkeit.

Bei einigen Zeitgenossen erkennt man ihren verborgen gelebten Rassismus schon an der strikten Verweigerung, Mitmenschen beim Namen zu nennen, sich ihre Namen zu merken, sie auszusprechen sowie zu respektieren.
Der Türk, der Ausländer, das Ding sollten sich lieber respektvoll integrieren, als deutsche Zungen zu überfordern.

Kommentare:

PeWi hat gesagt…

Integrieren ist nicht das Ziel. Assimilieren! Unter dem machen es sehr viele Deutsche nicht. Und wenn er dann assimiliert ist, ist er immer noch kein richtiger Mensch.

Ina hat gesagt…

Da muss ich PeWi zustimmen. Wenn der Fremde „Integrationswillen“ bzw. „Assimilationswillen“ zeigt und seinen (mir bekannt: vietnamesischen) Kindern die Namen Andreas und Thomas gibt, ist es allerdings auch wieder nicht recht. Was bildet der Fremde sich ein…

Das gilt in gewissem Maße auch für Menschen mit Handicap. Nicht nur ist man oft genug noch „der/die Behinderte“, ich persönlich erlebe auch gar nicht so selten, dass die Leute sich die Mühe mit meinem Namen nicht machen oder ihn bewusst falsch sprechen oder schreiben und wenn ich mich dann beschwere, dann soll ich mich nicht so anstellen. Beschwert sich eine Gleichnamige über dasselbe und hat kein Handicap wird sofort entschuldigt und korrigiert. Ich gehöre halt nicht dazu…