25.12.2015

Alle Jahre wieder –

Am Heiligen gab's Erbsensuppe (nix Dose) mit Wiener und Stück Brot, danach einen Ministollen. Beides passte irgendwie nicht zusammen, kam aber gut.
Was will der Mensch mehr, andere essen Gans, schütten sich Rotwein hinterher, sind auch nicht glücklicher gesättigt.

Gelutscht, mach' mir keinen Kopf mehr.
Geschenkt hatte ich mir nix, warum auch. Ich mag es nicht, über meine eigenen Gaben zu nörgeln. Da kommt doch keine Freude auf, wenn ich zu mir sagen muß:
»Das war wohl ein kalter, Alter, oder was.«

Gibt schon genug Traumatisierte, die am Heiligen für ewig beleidigt sind, für den kommenden Heiligen auf Rache sinnen.
Ist schon komisch. Alle wollen beschenkt werden, und wenn man mal was zusammenbastelt, in tagelanger Mühe, hüpfen die Beschenkten wie bekloppt im Kreis herum, kriegen sich gar nicht mehr ein vor Freude.
Gut, nicht jeder mag ein Kunstwerk aus Blechdosen in Deckenhöhe. Beus hätte es jedenfalls gewürdigt –.

Irrwitzigerweise stehen einige auf Rasierwasser, sehnen sich nach billigem Rasierwasser, sammeln Rasierwasserflaschen, verschenken aber selbst nur Kugelschreiber. Oder Kalender von der Sparkasse, rote Krawatten und sonstiges Zeug –.

Hausmusik ist eh nicht mehr angesagt. Wer ein Lied anstimmt, sieht sich gähnenden Gesichtern ausgesetzt, wird als Langweiler oder Ewiggestriger langsam auf die Straße vertrieben. Man hat ja schließlich sein Heimkino für den Heiligen, wofür noch eine Blockflöte.

Nur Schnee kommt besser. Gibt's bei Amazon oder gar nicht mehr.


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