02.12.2015

Die Zwiebel – beweint und gefürchtet

Eine Zwiebel in kleine Stücke zu schneiden (nicht zermatschen) bedarf jahrelanger Übung sowie antrainierter Feinmotorik, und: immer wieder Geduld, Geduld, ein Innehalten bis zur Seelenspitze, möglichst unterstützt mit ausgefeilter Atemtechnik im Yogamodus, fernab zivilisatorischer Alltagsplagen, Sorgen oder nachwirkenden Alpträumen, in denen Ihre Verzweiflung, eine gemeine Zwiebel kunstvoll zerlegen zu dürfen, erst durch analytische Trauminterpretation über Reflexion schmerzlich nachempfunden werden könnte, sollten Sie dazu bereit sein, unnötigen Leidensdruck aus der Küche in therapeutische Hände zu legen.

Sie sind ein Mensch, nicht der Depp einer krautigen Reizknolle.



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