01.01.2016

Im Taumel Zweitausendsechszehn – na dann...

... schließe ich mich brav den allgemeinen Wünschen an, wenn auch genervt.

Der Mensch benötigt erträumte Wünsche, sonst könnte er sich gleich am Apfelbaum aufknüpfen, den er noch hurtig pflanzt, ehe ihn der Wahnsinn erreicht. Sollte morgen die Welt untergehen, pflanzen wir noch freudig Apfelbäume –
Klingt nach einer Durchhalteparole für hysterische Alltagsneurotiker, nach Massentherapie, damit das Hirn auf funktionstüchtigem Level bleibt. Gut, verzagen sollten wir nicht, die Produktion des Irrsinns benötigt ständig verfügbare, willige Opfer –

Zu feiern gibt es nichts, keinen Grund zur Freude. Na, Sie wissen schon: Amis gegen Russen, Amis gegen China, Amis gegen den Iran, Amis gegen den Rest der Welt, nebenbei noch unzählige andere Schweinereien, die sich Menschen antun, wenn es um Macht und Reichtum geht. Dafür gehen sie alternativlos über Leichen, morden und brandschatzen, erfinden Superwaffen für den nächsten Superkrieg.

Bevor wir übermorgen überraschend von der Scheibe gefegt werden, pflanzen Integrationswillige im 1 Euro-Job für alle Apfelbäume, vorausgesetzt, sie werden vor den Grenzen als gültige Kriegsflüchtlinge anerkannt (nicht gleich erschossen), lernen fleißig das »Vaterunser« aus der Wertebibel und wählen, was gerade angesagt ist.

Ich wünsche allen Baumpflanzern, die kommenden zwölf Monate nicht zu verschlafen, einfach den Wecker auf 5 nach 12 stellen –





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