17.02.2016

Notruf aus der Krankenkasse:

War ja klar, es gibt Dinge, die kann man veraussehen, auch ohne Glaskugel im Kaffeesatz.
Wenn es um die heilende Vermehrung der Krankenkassenbeiträge geht, lässt sich die kränkelnde Beitragskuh klaglos bis auf den letzten Tropfen abmelken.

Da kommt der Flüchtling schon mal recht, das Stöhnen über klamme Kassen erklingt aufs Neue, mehr Geld mehr Geld, es drohe sonst das Aus – wenn nicht die Lösung aller Probleme leidende Kassen vor einem bedrohlichen Infarkt bewahren könnte: der gedoppelte Beitragssatz, auch liebevoll »Zusatzbeitrag« genannt, weil sich Arbeitgeber ganz schnell benässen, wenn sie für ein soziales System dazu noch Verantwortung tragen sollten.
Geht nicht. Sozial ist, was Gewinne schafft –

Damit der Flüchtling nicht für alles herhalten muß was uns plagt, erinnern uns Krankenkassen gelegentlich daran, dass selbst ein Hartz 4-Wirtschaftsflüchtling mit Rundumversorgung schon eine Last sei, dessen kümmerlicher Pflichtbeitrag keinen Zahnarzt ernähren könnte, nicht einmal den Aktionär eines Klinikkonzerns.

Man merke sich:
Alle Träger der Volksgesundheit sind heilsam erkrankt.

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