18.05.2016

Mein Bauer – Glyphosat und die unbedenkliche Dosierung chemischer Kampfstoffe.

Ob mein Bauer von nebenan, der Bauer um ein paar Ecken weiter, oder überhaupt alle Bauern in meinem bäuerlichen Bad Camberg (Kleinstadt, bestehend aus Zahnärzten, Advokaten, einem ehemaligen Finanzminister, Braune Socken und Supermärkte)  krebsverdächtige Kampfmittel versprühen, entzieht sich meines Einblicks, bin halt kein Bauer, gehöre nicht zur Familie, vermisse nur seit zwei Jahrzehnten so manches Kraut, so manches Getier in bäuerlich-gepflegter Landschaft – liebevoll in Tradition auch »Goldener Grund« genannt.

Die Ausbreitung von Ungetier sowie Unkräuter ist aus bäuerlicher Sichtweise so verhasst wie ein Pickel im Gesicht einer Dreizehnjährigen, weshalb sich der Bauer mit hochgiftiger Chemie beschäftigt (lernte er schon in der Berufsschule), da des Bauers Glück nach nachhaltiger Produktion ertragsreicher Ernten verlangt, um uns überglückliche Verbraucher – langsam und sicher – den Nährwert chemiereicher Kost schmackhaft zu verkaufen, mit nachhaltiger Unterstützung bauernverbändlicher Lobbyandienung, die so manchen mutmaßlichen Chemiewaffenkonzern in Golgräberstimmung versetzt.

Klar, wer sich nicht vergiften möchte gefährdet böswillig Arbeitsplätze, Aktionäre und Banker. Bäcker könnten kein Brot mehr backen, sonstige Löhner müssten frühzeitig aufgrund drohender Unterproduktion entlassen werden.
Wer kann dies schon verantworten, gerade in diesen knallharten Zeiten kapitalistischer Erneuerungswünsche für eine nachhaltig- und atomar gesicherte Landschaftspflege.


Vertrauen Sie einer Abstimmung abgestimmter Parlamentarier, die sich – zum Wohle unser aller Kleinvolk – demütig und haltlos am kleinen Arsch des Bürgers bereichern werden.

 

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