15.06.2016

Deutsche Normalität christlicher Alltagskreuzigung.

Ihre Blicke, ihre Körpersprache signalisierten  – frei übersetzt – unverhohlten Rassismus gegenüber einem Kunden, der ein Problem mit einer Pfandrückgabe hatte, deswegen fragend darauf hinwies.

Eine alltägliche Begebenheit sollte man meinen, die allerdings bei besagter Dame zu Aggressionen führte, für die ich mich schämte, meinen Unmut, meine Bestürzung darüber nicht zurückhielt.
»Ihr Verhalten ist nicht zu akzeptieren, ich hoffe, dass es nicht die Hautfarbe dieses Mannes ist –«

Alltag in einem infizierten Deutschland, in einer Demokratie, in der sich Faschistenonanierer an Asylunterkünften austoben, sogar mit Kleinwaffen auf Kinder schießen dürfen wie auf Ratten, während staatliche Irrläufer darüber nachdenken, wie man dies beurteilen sollte, wenn Asylantenkinder angeschossen werden.

Ein Zufall war es, dass ich als Deutscher geboren wurde, fühle mich in meiner deutschen Haut schon länger nicht mehr wohl, nicht in einem Land, indem Menschen nach ihrer Hautfarbe beurteilt, oder aufgrund ihrer Abstammung verurteilt werden.
Ich schäme mich nicht für meine ehrliche Aussage, ich schäme mich allerdings dafür, dass in meinem Land christlicher Erhabenheit widerwärtiger Rassismus sowie Menschenverachtung schon als alltägliche Normalität unserer Gesellschaft hingenommen, sogar bejubelt wird.

Schwenkt die Fahnen zur EM, besauft euch haltlos, während die Welt am atomaren Seidenfaden hängt.

Kommentare:

Ve Rena hat gesagt…

Naja,es ist ja leider nicht nur hier in Deutschland so,sondern überall.
Im Prinzip erdulden Menschen,die andere 'ununterbrochen' so scheiße behandeln, ja niemanden neben sich,egal um welches Lebewesen es sich handelt...

promenadenmischung hat gesagt…

Ist leider Megatrend in der »westlichen Wertegemeinschaft«: die Zersplitterung von Gemeinschaften in Egoshooter, die nach Rambo- oder Snake Plissken-Manier sich durchs Leben rempeln!