05.06.2016

Hartz IV-Tagebuch – brotlose Kunst im Park.

Was kostet eine tägliche Mahlzeit?






















Kurzentschlossen drei kleinere Bilder auf den Gepäckträger gepackt, um nach vier Stunden (mangels Thermoskanne leider ohne Kaffee) ein Minus von drei Euro zu verbuchen (zwei Pizzabrötchen aufgrund eines Hungergefühls).
Im nächsten Jahr – so Gott will – werde ich vor dieser Bank noch einen Hut auf den Boden legen, damit mir mein dekadentes Sattsein nicht allzusehr auf den Magen schlägt, kopiere meinen Leistungsbescheid als Armutskünstler; handsigniert und koloriert für drei Euro Stückpreis.

Parkbank ohne Künstler, Hut und Schlafsack.


















Dabeisein ist alles.
Ich zählte in diesen vier Stunden mehr Smartphones mit Gelaber als interessierte Blicke, wobei ich schon glücklich darüber war, dass meine Bilder für ein Gruppenfoto als Hintergrundstimulation immerhin gefragt waren, um irgendwo auf Facebook zu versumpfen, ohne mich zu fragen, ohne mir einen Euro in die Hand zu legen, wenn ich schon so nett bin, einem Gruppenfoto den passenden Rahmen zu spenden.
Für lau, ohne Einladung zu einer Tasse Kaffe am Stand leckerer Kuchen und Pizzabrötchen.

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