14.07.2016

Damals – Lagerfeuerromantik mit Nudelblock und Wirtin.

Es war Sommer, ich war vierzehn...

Schon mal Nudeln zu einem zähen Nudelblock verkocht, den man aufschneiden muss? Ich rate davon ab, Nudeln in kaltem Wasser aufzukochen, dabei wild herumzurühren, bis eine erstarrte Pampe Blasen wirft.

Nein, ich möchte niemanden davon abhalten, irgendwas mit Pasta zu zaubern, erinnere mich nur an ein Zeltlager und meiner Verantwortung, als ernannter Chefkoch hungrige Mäuler zu stopfen. Gottseidank gab es keine Prügel, nur entsetzte Gesichter.

Wären wir damals schon vernetzt gewesen, hätte ich mit Hassmails, satirischen Übergriffen, mit Spöttellei und Werbung rechnen müssen, obwohl mir schon die Kommentare aller Pfadis genügten, ich könnte ja Klampfe spielen, sollte aber zuvor Gebrauchsanweisungen lesen, bevor ich ein Pfadilager vergiften würde.
Als Koch wurde ich abgesägt – eindeutige Kampfansage aus dem Pfadirudel.


Nachgeschmack.
In einer kleinen Gaststätte von Dingens gab's Überlebensschnitzel mit Pommes für wenig D-Mark. Und Bier, das ich niemals an einem Lagerfeuer hätte brauen können (Pfadis trinken normalerweise Lambrusco aus Lederschläuchen, singen wilde Lieder dazu).
Klare Ansage, nach Dingens zu wandern, den Exkoch im Schlepptau, der sehrwohl seine peinliche Lage verstand, von einer Gaststättenwirtin aus Dingens bewirtet zu werden.

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