05.07.2016

Das Reiskorn im Geldbeutel eines Reiskorns.

Ein prall gefüllter Geldbeutel lies Münzen klimpern, überlegte, ob es an der Zeit wäre, sich eine schicke Jacht zu gönnen, nebenbei noch ein angemessenes Domizil mit Meeresrauschen – oder, wäre ebenfalls zu überlegen – ob nicht ein Ministersessel den nötigen Anschub garantieren könnte, um danach irgendwas mit Waffen zu machen, anstatt gelangweilt darauf zu achten, dass Kinderhände im Drittland (niemals Neger sagen) ihr Soll erfüllen, rund um die Uhr und ohne Klagen.

Eine Tasse Reis, dachte Geldbeutel, rechnete hin und her.
Eine Tasse Reis, dazu noch mit Faktor X multipliziert – wegen einem einzigen scheiß Reiskorn macht sich Geldbeutel doch nicht blass.



Pfusch am Sklavenbau.
Geldbeutel verstarb unerwartet an einer verdorbenen Aktie, wurde mit Schiff, Mann und Maus unter den Trümmern eigener Sockenfabrik beerdigt.


»Und nun«,schrie Geldbeutel aus dem Himmel, »wer bezahlt mir all den Schaden?«

Kinderhände sammeln indessen Tassen voller Reiskörner, starten eine Pedition bei wechseldich.org, hoffen darauf, dass Campact neue Plakate druckt und Mails versendet, allerdings nur für eine gespendete Tasse Reis (normale Tassen), wegen eben diesem Geldbeutel und sonstigen Unkosten, weil: so eine scheiß Revolution Unsummen abverlangt, Revolutionsförderer ihre Revolution auch nicht gerade für lau anbieten. So blöd und selbstvergessen kann kein Revoluzzer sein.

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