03.10.2016

Blödes Hartz IV-Tagebuch – gewissenlos abgezockt.

Flohmarkt
Hatte Bock herumzustöbern, Jäger und Sammler eben, wenn's halt irgendwie noch machbar wäre, ist aber nicht, was sollte ich dort für zwei Euro noch finden können, außer Frust in frischer Luft.

Intuition
»Wage es, heute winkt dir Glück.«
Eine innere Stimme (Psycho GPS) wies mir den Weg zu einem Stand, zu einem Karton, zu einem unscheinbaren Küchenmesser mittlerer Größe, inmitten sonderbarem Wohlstandsgemülle.

geil
Betrachtete das Teil gelangweilt, drehte es hin und her, prüfte Klinge und Holzgriff, schloss Augen, öffnete sie wieder (taktisches Gehabe), legte es unter geheucheltem Desinteresse wieder in Müllkiste zurück.

Schweißausbruch
Ein Profiteil bester Bauart, keine Verbrauchspuren, keine Herstellerangabe, harter Stahl in schlichtem Gewand. Ein Küchentraum vom Feinsten. Wenn nicht heute, wann sonst? –

Begeisterung verdirbt Geschäfte.
»Vermeide verzückte Mimik!« (innere Stimme, hartz4gestählt).
 »Was soll das Messer denn kosten?« (könnte auch böse nachfragen, was solcher Schrott noch wert sei).
»50 Cent.«

Verdorben bis ins Mark.
Wahnsinnspreise hier, dachte ich verstört, zahlte ohne Feilschen, verdrückte mich in stiller Freude schamloser Übervorteilung. So geht das eben –

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