07.10.2016

Hartz IV-Tagebuch – Armut leben.

Ich las gerade auf taz.de den Artikel, »Listen der Entmündigung«.

Ob Hartz IV-Empfänger oder Armutsrentner mit aufstockender Sozialhilfe – die bisherige Grundsicherung bedeutet in jedem Falle Armut, ein Leben unterhalb der Armutsgrenze.

Nach Begleichung aller monatlich notwendigen Fixkosten, die in der Regel aus dem sogenannten Warenkorb dazu noch bezahlt werden müssen!, beibt restlich die bange Frage nach Grundnahrungsmittel, bleibt die Angst, bis zum Monatsende durchzuhalten.
Jegliche Sonderausgabe, die den verfügbaren Tagesbedarf überschreitet (für mich sind es 5,71 EUR), wird zu einem nichtlösbarem Problem für die Betroffenen.
Ein Minimum an Existenz, gesellschaftlicher Ausschluß – Entmündigung auf jeden Fall. Die Realtität der Betroffenen benötigt sicherlich keine weitere Analyse mehr darüber wie sich Armut leben lässt – oder überleben lassen sollte.

Ich könnte den taz-Artikel bis zu einem unerträglichen Amutsbericht erweitern, ein Protokoll aus Existenzängsten und Verzweiflung schreiben, könnte mich darüber auskotzen, dass selbst der Geschmack von Trauben verlernbar ist.

Keine Kommentare: