20.10.2016

Mahlzeit HdS – eine poetische Gegendarstellung zu:

Des Henkers Mahlzeit.

Wohin mit all dem Schnitzelfleisch,
natürlich in den Bräter,
gebraten schmeckt mir Schweineleich –
erbarmungsloser Täter.

Mit Salz und Pfeffer, Öl dazu,
die Zwiebel darf nich fehlen,
Leich köchelt hin in Seelenruh,
ich werde sie noch mehlen.


Kommentare:

Charlie hat gesagt…

Daniela Böhm hat's echt drauf: Kitsch as Kitsch can! :-) Mit Literatur oder Poetik hat ihr Erguss freilich nichts zu tun, dafür aber sehr viel mit Benjamin Blümchen.

Der eigentlich Kracher ist aber wieder einmal Faulfußens Einleitung, die hier schon fast dadaistische Züge in ihrer völlig pervertierten Romantisierung der "Natur" annimmt und damit die tatsächlich dringlich notwendige Kritik an kapitalistischer Massentierhaltung erneut (und vollständig!) ad absurdum führt. Bei diesen veganen Apostel-Clowns sind nicht nur Hopfen und Malz, sondern selbstverständlich auch Schnitzel und Käse rettungslos verloren. ;-)

Liebe Grüße!

frei-blog hat gesagt…

@Charlie,
da auf meinen Achtzeiler – mutig auf HdS hinterlassen – nur zwei kleingeistige Reaktionen folgten, nehme ich an, dass rr zwischenzeitlich einem veganen Schwächeanfall erlag, den ich natürlich mitzuverantworten habe. Eulenfeder wird wahrscheinlich eine Puppe aus Wurzelholz schnitzen, einen Nagel hineinhauen und "verreck doch" schreien, mit Dosenbier mein baldiges Ende herbeisehnen.
Sollte ich demnächst von einem Blitz getroffen werden, war es bestimmt nicht Gottes Wille. Die hocken jetzt alle zusammen, sehnen sich mit Schwarzer Magie nach meinem Abgang aus HdS.

Charlie hat gesagt…

Volker, Du hast mein Mitgefühl. Inzwischen sind ja bereits einige weitere intellektuelle Bomben zu Deinem kleinen Gedichtchen eingegangen - die allesamt von denselben, altbekannten AutorInnen zu stammen scheinen, die seit geraumer Zeit um den Realsatirepreis der "Goldenen Mario-Barth-Plakette" am braunen Band konkurrieren. Sie bemerken nicht, wie lächerlich sie sich machen - und sind gerade deshalb so extrem witzig. :D

Mein persönlicher Favorit ist aber "Goethe" (momentan an 10. Stelle), der seine Dummheit - exakt wie Martio Barth - der Öffentlichkeit auf dem silbernen Tablett, schön dekoriert mit Blümchen, präsentiert und sich dabei noch humorvoll wähnt. So etwas muss man erstmal schaffen - das ist nicht so einfach, wenn man über ein Gehirn verfügt, das die Kapazität einer Banane übertrifft.

Dieser Mensch kennt weder Goethe noch den Imperativ des Verbes "lesen"; er versteht Satire nicht und gibt dem entsprechend den beleidigten Erdogan; er verwechselt Lyrik mit Prosa und ist auch noch stolz darauf; er bezeichnet sich selbst als Dichter, Denker, Naturforscher, Naturliebhaber und Rosenliebhaber - und löst damit brüllendes Gelächter im Publikum aus. Entweder steckt ein besoffener Martin Sonneborn dahinter - oder aber ein Mensch wie Faulfuß, der sein Gehirn aus freien Stücken mit großen Schaufeln in die Unendlichkeit der eiskalten Wüste des Universums geschmissen hat und sich seitdem seiner leeren Hirnschale und der dumpfen Einöde im Schädel erfreut. :-)

Ich tippe auf Jens Prien. :D

"Jenseits der Realität" ist besser als die heute show - hör bitte bloß nicht auf, den dortigen Kaspern immer mal wieder ein hübsches, fauliges Stöckchen hinzuhalten. :-) Danke!!!

Liebe Grüße!

frei-blog hat gesagt…

@Charlie,
ist schon sehr amüsant für mich zu lesen, wie ein Späßchen gänzlich missverstanden wird. Sie merken es nicht einmal, wenn ich sie mit einem Augenzwinkern auf die Schippe nehme. Sie bemerken es ebenfalls nicht, dass sie sich selbst mit einem Nasenring durch HdS ziehen.
Irgendwann hatte ich wohl irgendwie irgendwas falsch gemacht. Seitdem umweht mein Name ein Hauch von Pest. Das Rudel jagt die Beute.
:-)