13.10.2016

Tod in Zelle Leipzig – Jabers Abgang.

Klar. Wir wussten, dass Jaber schon leicht lebensmüde war, der arme Teufel wollte sich ständig umbringen, eine Angewohnheit aller mutmaßlichen Terroristen, um uns – die Aufklärer – als Idioten dazustellen, was Verschwörungskünstler auf den Plan ruft, die unserem sauberen Rechtstaat fürchterliche Absichten unterstellen wollen; beispielsweise die Beseitigung eines nützlichen Opfers durch angeheuerte Killer ausgebildetes Fachpersonal.
Der Jaber war so fertig, bestellte eine Flasche Schnaps, und hilflos wie er war, halfen wir ihm, eine weitere Flasche hineinschütten, bis er lallend nach einem Seil verlangte, somit unsere Regeln sträflich missachtete.

Jaber konnte ohne ausreichende Stabilisierung nicht mehr stehen. Weil das Seil dummerweise zu kurz war, besorgten wir einen angemessenen Stuhl, berechneten Körpergröße zu Deckenhöhe, verhalfen ihm schließlich dazu, seinen Hungerstreik in bequemer Position weiterführen zu können, versprachen auf ihn zu achten.
Niemand von uns hätte erwartet, dass Jaber im Vollrausch springen könnte, mit einem Seil um den Hals, dazu noch unter Aufsicht der JVA Leipzig.


Unser Justizminister ist nicht gerade darüber begeistert. Jaber, hätte man ihn nicht einbuchten müssen, er wäre sicherlich auch freiwillig vor einen Lastwagen gesprungen.
Wir klären das durch einen weiteren Untersuchungsausschuss –

 









Keine Kommentare: