08.10.2016

Vertrauliche Nachricht aus dem Kriegsministerium.

Staatspost; streng vertraulich

Wehrkraftzersetzung/Befehlsverweigerung/Feindflucht

Sehr geehrte Witwe,
ihr Mann ist gefallen. Mein aufrichtiges Beileid. Allerdings sehen wir uns dazu gezwungen, den Vorfall der zuständigen Ermittlungsbehörde zu übertragen.

Begründung:
Deutsche Soldaten treten nicht zurück, treten niemals einfach ab – ein feiner Held, Ihr Gatte.
Erklären Sie dies dem Steuerzahler, wenn Investitionen in Ausbildung sinnlos dahinsterben, da Ihr ehemaliger Mann und Soldat seinen verantwortlichen Auftrag nicht ernst nahm, es radikal vorzog, auf erbärmlicher Art und Weise unser aller Kampf gegen den Rest der Welt zu untergraben, die gesamte Truppe gar zu demoralisieren.

Im Kampf gegen Terror nicht akzeptabel, sollte dazu ein Massensterben infliltrierter Trittbrettfahrer an allen Fronten einsetzen; gerade jetzt, wo Deutschland erwacht, zu altbewährter Sprache zurückfindet.

Ihr Mann hatte weder die Anweisung noch das Recht dazu, unser Land frühzeitig durch einen feigen Abgang zu schwächen (Reichgesetzblatt). Darauf stünde die Todesstrafe, sogar für Gefallene aus WK 2 ohne Pflichtbewusstsein.

Ich darf Ihnen deshalb vorschlagen, Ihre zwei Söhne dem Kriegsministerium zwecks Weiterverwendung zu übereignen (Mitwirkungspflicht zur Aufrüstung; Bundesgesetzblatt).
Sollten Sie Ihrer Mitwirkungspflicht nicht innerhalb zwei Wochen nachkommen, werden wir eine Pfändung Ihrer Söhne sowie Ihrer Kriegswitwenrente einleiten.

im Auftrag –
gez. von der Hansel

Anlagen
Abtrittserklärung Söhne;
Schweigepflichterklärung;
Bundesgesetzblatt

Kommentare:

Charlie hat gesagt…

Sehr geehrte Frau von der Hansel,

vielen Dank für Ihr freundliches, patriotisches Schreiben. Leider muss ich Sie aber davon in Kenntnis setzen, dass meine Söhne Deutschland bereits verlassen und in einem demokratischen Rechtsstaat um Asyl gebeten haben. Auch mich werden Sie nicht mehr antreffen, wenn Sie nach Erhalt dieser Mitteilung die Männer in den schwarzen Mänteln losschicken, da ich mich ebenfalls zur Flucht genötigt sah.

Sie können Ihrem geliebten Deutschland alternativ ja aus Ihrer eigenen, üppigen Nachkommenschaft neues Soldatenmaterial zur Verfügung stellen - Ihre Söhne und Töchter werden gewiss mit heller Freude fürs Vaterland in die Gruft fallen.

Mit zwinkernden Grüßen aus der Ferne

Witwe X

frei-blog hat gesagt…

@Witwe,
Nachkommenschaften aus Elitezüchtungen wühlen nicht im Dreck herum, dies übernehmen andere Nachkommenschaften, dazu wurden sie gezeugt. Das Mutterverdienstkreuz können Sie sich schon einmal abhaken, da Ihre Bringschuld nicht erfüllt wurde. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Kinderehen, aus denen Soldaten hervorwachsen könnten, mit etwas Eifer bis zu zehn Stück für's Vaterland.
Mit deutschem Gruß zur Fahne –
v.d.H.