02.11.2016

Die geschlachtete ArbeitslosenSau.

»Sie stehen noch gut im Futter, keine Anzeichen von Zerfall, prachtvolle Zähne, einwandfreie Optik, aufrechter Gang, frisch geduscht, selbstbewußtes Auftreten... nun ja, wir werden weitersehen.«

Zwei Folterknechte GmbH betreten den Raum, zerren Arbeitslos in einen schalldichten Untersuchungsraum, beginnen ihre peinlichen Befragungen mit einer anfänglich harmlosen Daumenschraubennummer nach BA-Richtlinie 2010: Ausschlachten, vermarkten, entsorgen.

Einige Zeit später fällt Arbeitslos röchelnd von einer Sackkarre vor die Füße seines Richters seiner Abdeckerei seines Jobcenters, säuberlich zu einem vertrockneten Regenwurm verkrümmt zusammengefaltet reanimiert wie statistisch aufgeschminkt, wollte er doch nur einen Antrag zur Sicherung seines längst überfälligen Abgangs stellen.

»Heute etwas unpässlich? ... stinkst geradezu widerlich ... hast uns nachweislich einiges verschwiegen (Protokoll einer Folter; AZ X), du Schwein

Zahnloses Kopfnicken, Halswirbelknacken, devotes Krümmen vor einem Hanswurst mit Sondervollmacht.

»Höchststrafe: 5000 Euro Bußgeld, zuzüglich aller Kosten aus privatisierter Folter sowie unserer Verwaltung, danach Hinrichtung an der Hungerwand. Im Namen des –«


Behutsam wird Arbeitslos auf seine Sackkarre zurückgelegt, er sollte sich angemessen ausbluten lassen, zuerst aber löhnen.

Keine Kommentare: