27.11.2016

Hartz IV – versuche nicht über dein Leben zu entscheiden.

In einem Gespräch mit einem ehemaligen Nachbar kam mir wieder einmal die Suppe darüber hoch, mit welcher Kälte Jobcenter grundlegende Bedürfnisse sowie ein wenig glücklich-sein-wollen nach Hartz IV-Vorgaben verweigern, um ein abhängiges Leben in der Grundsicherung bis zur Schmerzgrenze zu regulieren und dazu noch zu bestrafen.
Sollte es jemand wagen, über sein eigenes Leben selbstbestimmt entscheiden zu wollen ohne sich erniedrigen zu lassen, sich keine Erlaubnis darüber einholt, ob ihm ein Recht auf Selbstbestimmung überhaupt zugestanden wird, dann wird noch einmal kräftig nach unten getreten.

Herr X sowie seine Lebensgefährtin hatten sich für eine neue Wohnung entschieden, leider nicht im Rahmen einer zugelassenen Bedarfsgemeinschaft mit Quadratmeter- und Mietpreisvorgabe, weshalb ihnen die Übernahme einer Mietkaution verweigert wurde. Sie hielten sich nicht an die Regeln, hätten eigenmächtig ihre Wohnung gekündigt – dazu ohne Erlaubnis!

Herr X bekommt aufstockend Hartz IV, fährt täglich für den Landeswohlfahrtsverband Kinder aus dem Rheingau-Taunus-Kreis/Wiesbaden zu einer Sonderschule nach Bad Camberg und fährt sie wieder zurück.
(Ich möchte diese Verantwortung nicht übernehmen wollen)

Seine Lebensgefährtin arbeitet als Regalauffüllerin mit Mindestlohn sowie im Schichtdienst für eine
Tankstelle.

Drei Jobs, drei Gründe, um weiterhin nach unten zu treten.


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