07.01.2017

Ich guter Deutscher.

Nachdem ich, bei annähernd arktischen Temperaturen, erstarrt die Nacht in meinem Bett verbrachte, wo auch sonst, riss mich zu früher Stunde des Thomas Höllenmaschine aus lästerlichen Wunschträumen, schleuderte mich brutal in die Realität zurück.

Du mußt Flagge bekennen, hämmerte es hinter meiner Schädeldecke, wischte den Rest einer gnädigen Nacht aus meinen Augen, begann den frischen Tag mit einem angemessen-devoten Morgengebet, zu Ehren aller Peiniger, rasselte wohlklingende Namen herunter, die mir gerade noch einfielen, schlug mir mit der Büßerfaust reumütig ein ansehnlich blaues Auge.
Sichtlich angeschlagen schleppte ich mich danach unter Schmerzen – zwecks Fahnenapells – zum nächsten Kontrollamt, hinterlies einen detailllierten Bericht meines letzten Gefährdertraums, und gab mich dankbar darüber, dass die neue Fußfessel nicht mehr schmerzte, sich seidenweich meiner kleinmütigen Schritte anpasste.

Einen Vormittag mit ausfüllenden Pflichtroutinen zu verbringen – ich gestehe aus baypassgeflicktem Bürgerherzen – dies macht mich glücklich und resistent.
Nachmittags lasse ich mich wie gewöhnt einkesseln; eine präventive Maßnahme staatsbürgerlicher Gesunderhaltung zur Vermeidung schändlicher Vermischungen aus Allem.

Entlang der Fahnenstange –sie glühe Schwarzrotgülden.

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