28.01.2017

Kommentarverhütung (1) – übergriffiger Humor.

Humorvolle Menschen haben es zeitweise sehr schwer, sollten sie quietschfidel Begeisterung versprühen.
Dabei in einen brodelnden Fettnapf zu treten, weil Häschens Aufpasser verschnupft ist – nun ja, ich trug es mit Fassung, nachdem ich gut gelaunt folgende Zeilen dazu schrub:

»Geht heftigst an die Nieren; wer möchte schon in einem Mörderelternhaus aufwachsen. Obwohl Hasen zwecks Hasenbraten nicht auf einer Wiese herumtollen, um  Nasen zu stupsen, sondern in Hasenställen gemästet werden, mit pflanzlichen Küchenabfällen bis zur Reife abgefüttert, damit der Braten schmackhaft gelingt; vorausgesetzt, der Backofen entspricht modernen Küchen-Standards. Ein passender Wein dazu, danach lässt es sich prima gedenken, wenn auch unter mörderischer Verdauung – ja, Strafe muß sein.«

Der Chef des Ladens, ein gestrenger Sittenwächter, er sah wohl Rot, als ich diesen niederträchtigen Kommentar mit einem Augenzwinkern auf Reise schickte.
Kann der Allgäuer nicht herzlich darüber lachen, besitzt Mann keinen Humor? Nein, man lacht nicht mit einem Teufel in Bloggergestalt.


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