10.02.2017

Gesundbeten oder entrümpeln?

höllische Aufregung

















Polternd zwischen Zeilen,
sägend, hämmernd, klopfend,

sollte nicht verweilen
arger Wermutstropfen.



»Wohin des Weges Weltenwanderer?«

Stimmen raunten mir zu, umgarnten mich einschmeicheln unter lauernden Blicken. Gesponnene Netze legten sich klebrig auf meinen Atem.
(Diese Szene kann nur vor einem steilen Abgrund bei vollem Mond abgedreht werden.)

»Auf dem Wege zur Träne der Welt, solange meine Füße mich tragen werden; erhoffe Trank und Speise in Weisheit..«
(Für diese Szene wird der Darsteller mit einem Buckel aus Stein ausgestattet.)

Nach langen, quälenden Jahren auf Wanderschaft – unter Stöcken und über Steinen – endet mein Weg schließlich mit einem grandios-inszenierten Abspann.
(Dramaturgie bis zum Ende.)

Ein Pianist spielte melodische Klänge der Traurigkeit des Seins dazu.

Kommentare:

Anna hat gesagt…

Die "Eierköpfe" sind einfach genial.

Wenn ich einen Blog hätte und mir das Talent zu eigen wäre, solche postfaktischen Wesen so ausdruckstark zu malen, dann gäbe es noch einen ganz speziellen Eierkopf rechts auf der Seite:

Den Bulimiker!
Der würde jeden Tag eine der überirdischen "Weisheiten", die einem so um die Ohren gehauen wird, rauskotzen. Dann wäre es wenigstens für ein paar Stunden wieder gut.

Auch nicht schlecht:Hundehütte für Einheimische ! Da kann sich die Architektenzunft vielleicht so richtig verdient machen.Der Fantasie sind ja keine Grenzen gesetzt.
http://www.ksta.de/koeln/innenstadt/soziales-projekt-koelner-verschenkt-wohnboxen-an-obdachlose-25041460

promenadenmischung hat gesagt…

Wieso Hundehütten? Mülltonnen reichen doch auch. Fragt Oscar von der
Sesamstraße ;D

promenadenmischung hat gesagt…

Gesundrümpeln: entbeten …