15.02.2017

Küchengemetzel ohne Herzlichkeit.

Die Tat
Aus Erde gerissenes Gemüse köchelt sich mit einem leblosen Hühnerschenkel zu fettfeiner Suppe hin.

Fein. Bald darf ich speisen, abgewürzt mit halbherzigem Gewissensbiss. Huhn, Karotten und Zwiebel sind mir nicht bekannt, konnte nicht fragen, ob's ihnen genehm sei, meinen Hunger für ein Weilchen zu stillen.

Konsequenzen
Beim Rübenschneiden führe ich das Messer flink mit verschlossenen Augen, um das Gemetzel auf dem Schneidebrett nicht verfolgen zu müssen, enthaupte  eine Fingerkuppe, fühle den folgenden Schmerz als befreiendes Strafmaß meines verwerflichen Handelns.

Gottseidank lüstere ich nicht nach einem Lammragout, muß mir somit nicht über Befindlichkeiten eines Lamms meinen Kopf zergrübeln.
Bleibt allerdings der abgehackte Hühnerschenkel noch. Was nun? Vertuschen, denke ich, erinnere mich an gängige Methoden aus Mafiakreisen, vergrabe blasses Hühnerteil dreist unter einer Schicht leblosen Gemüses.
Bin fein raus damit. Gibt keine Zeugen meiner Tat.

Fazit
Beantragen Sie für sich sowie auch für das Seelenheil Ihrer Kinder den kleinen Schlächterschein.

Haben gegessen... 


Kommentare:

promenadenmischung hat gesagt…

Den Schenkelknochen bitte aufheben fürs Knochenorakel :D

frei-blog hat gesagt…

Ich orakel schon genug herum.
:-)

promenadenmischung hat gesagt…

Genug ist nicht genug … (Gospodin Budylnik)

Charlie hat gesagt…

Es ist immer wieder erfrischend, was Du hier zum Besten gibst. :-) Ich war ja kurz versucht, ein wirklich köstliches Rezept für ein Lamm-Ragout, das sich auch staatlich Verarmte in Kapitalistan gelegentlich noch leisten können, zu posten, aber dann dachte ich an die "Hochsensibelen" von Faulfußens Gnaden, die nicht einmal eine leckere Forelle aus dem Bach vor dem Haus ziehen können und sich lieber zu den grasenden Kühen auf die Weide gesellen. Manchmal bin ich ja durchaus auch empathisch veranlagt. ;-)

Da Forellenfilet am gestrigen Abend war dennoch ein Hochgenuss - es kostete nur 1,89 Euro und hat mich kulinarisch dennoch befriedigt. Ich weiß nis heute nicht, ob es ein Fischkind, eine Fischmutter, ein Fischvater oder doch nur der ohnehin kurz vorm Fischsarg stehende Urgroßvater der Fischfamilie war - allerdings weiß ich, dass weder Mutter, noch Vater, Tochter, Sohn, Opa oder Oma des Fisches irgendwelche Einwände hatten, dass ich mir das Filet mit Genuss einverleibt habe.

Ich finde es ja nach wie vor äußerst amüsant, dass ausgerechnet die "Gläubigen", also die Esos, dem Veganismus so brav folgen - schließlich hat ihr "Gott" diese irdische Welt doch - wahrscheinlich sehr bewusst, wenn man ihren Ausführungen folgt - als eine "Natur" eingerichtet, die auf dem brutalen Prinzip des Fressens und Gefressenwerdens basiert. Für Lämmer (oder Hühner oder Forellen) gilt das aber natürlich nicht. Stellen diese Ketzer hier gar "Gott" in Frage? ;-)

By the way: Die Olle (also die Bettdröge) und "ANNANNA" bzw. die "Analfixierte" sind wohl identisch, oder?

Liebe solidarische und kulinarische Grüße!

frei-blog hat gesagt…

Ich lasse mich gerne von einem Herrn Herz inspirieren.

Mach Dir blos kein schlechtes Gewissen wegen dieser Forelle; war nur ein Fisch, kein süßes Lamm zum Streicheln. Oder hat sie Dich strafend angesehen, als Du sie verspeistest?

Ich befürchte, dass in einschlägigen Kreisen Tiere mit Liebe zu Tode beschmust werden, mit sündigen Gedanken an einen saftigen Braten.

Was Rolands Herrgott betrifft: Würde dieser schmunzelnd auf HdS kommentieren wollen, träfe ihn sicherlich der Zorn aller Gerechten.

Ja,Frau Wichtig und Annadingsda gehören zusammen, soweit ich das blicke – ich glaube, man nennt so etwas Zellteilung.

promenadenmischung hat gesagt…

>Ja,Frau Wichtig und Annadingsda gehören zusammen, soweit ich das blicke – ich glaube, man nennt so etwas Zellteilung.<

Kein Problem bei Amöbenintellekt(uell)en ;D