11.03.2017

Das nachdenkliche Q – Flaschen, Automaten und Stöckchen.

Habe ja nix gegen Flaschensammler, aber die Profis (Flaschengangs) sind echt das Letzte, was sammelt. A) fahren die alles ab, wo möglicherweise eine einsame Flasche herumliegen könnte, beispielsweise Parkplätze oder Parteitage, b) blockiert die geldgeile Bande sämtliche Rücknahmeautomaten, und ich stehe wegen einer einzigen Dose, die mir zufällig über den Weg lief, voll genervt hinter prall gefüllten Plastiksäcken. »Hallo, darf ich mal zwischendurch...«

Nebenbei kommen mir Verdachtsmomente erklärbar vor, aus Gründen logischer Denke, dass die Stadtverwaltung ihre 1 Euro-Sklaven gezielt auf Flaschen sowie Dosen abrichtet, damit es in der Stadtkasse wieder klingelt und Langzeitarbeitslose sich an sinnvollen Aufgaben erfreuen dürfen.
Klar, ist reine Spekulation, will ja keinen Ärger wegen übler Nachrede. Jedenfalls entdeckte ich bislang noch kein einziges Trainingslager für Qualifizierungsmaßnahmen dieser Art, verborgen im Walde, von Natodraht umzäunt. Aber denkbar wäre dies schon: Ausbilder werfen Flaschen und Dosen herum, brüllen »braver Hund, fang dein Stöckchen«. Eine scheußliche Fantasie, aber irgendwie auch vorstellbar.

Habe auch nix gegen Helikopter-Eltern, die ihre Kinder für den Ernst des Lebens qualifizieren möchten. Allerdings erscheint es mir schon merkwürdig, ein Kleinkind mit einer Bierdose zu beschäftigen, damit es die Funktion eines Pfandautomaten begreift, ihn zu erforschen- sowie analytisch zu beurteilen weiß.
  
»Hallo, darf ich mal zwischendurch ...«
Als netter Zeitgenosse stelle ich erst gar nicht die Frage, ob der Schnuller später einmal Jura studieren möchte. Wenn ja, wäre dies eine kluge Entscheidung, da in der Politik Juristen immer gesucht werden – händeringend wegen Fachkräftemangel.

»Darf ich zwischendurch mein Q aus dem Automaten ziehen?«

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