09.03.2017

Gelebter Straßenkampf in BC.

Mit Hüftschwung auf den Sattel springen. Auspendeln. Mütze tieferlegen. Vom zweiten in den vierten Gang schalten.
Bewältige 90 Grad fast im Liegen, zerteile einen Hundehaufen, schalte in den Fünften, rotze auf 200 Meter zur nächsten Linkskurve mit Anbindung zur Innenstadt.
Vollbremsung. Hier beginnt ein Laufweg – dummerweise auch Bürgersteig genannt, auf dem ich drohendes Gemetzel auf Bundesstraße 8 zu verhindern versuche, wenn auch krass illegal.

»Fahr zur Hölle...«
Von einem wütenden Fußgänger vor den nächsten LKW getreten zu werden, finde ich nicht lustig, frage einen herumstehenden Soldaten, ob er nichts Besseres zu tun hätte, es tobe ein Krieg am Rande der B8, keine Panzerstreife in Sichtweite, und die Deppen vom Heimatschutzverein bringen es schon gar nicht, laufen grüßend in der Gegend herum, erschrecken nur große wie kleine Kopftücher.

»Liebe deinen Nächsten!«, schreie ich aus Feinstaublungen, schalte in den ersten Gang, quäle mich zum Gipfel der Altstadt, um vor kalten Mauern göttlicher Gnade nach Erlösung zu bitten – ein Sünder auf der Suche nach dem Glücksmoment. Allerdings ohne gültigen Parkschein.

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