29.03.2017

Gier-Troll

maßloses Verlangen

Kommentare:

Anna hat gesagt…

Nach kurzer Bildbetrachtung komme ich zum Schluss, dass Gier-Troll nicht passt.

Hier ist ein Eier-Kerl, von echtem Schroth und Korn. Mit anderen Worten: Er hat Biss! Eine Rarität. Nix Karies! Der kann kraftvoll zubeissen, ohne dass er Blutspuren im Apfel hinterlässt. Irgendwie wirkt der so wohltuend unkastriert und ungegendert. Ich könnte weinen vor Glück, dass noch Erinnerungen an echte Kerle in einem männlichen Gehirn-Winkel existieren.

Ich sehe in diesem schöpferischen Werk : Troll mit Biss! In der Zahnarzt-Poster-Version hieße es: Damit Sie genauso kraftvoll zubeissen können! In der Urologen-Praxis wäre die Bild-Unterschrift:Kraftvolle, prostatafreie Männlichkeit bis ins hohe Alter.

Ach, Volker, die Trolle, beinahe hätte ich geschrieben die Eier, regen meine Fantasie an. Was hältst Du von dem Motto: Ihr kriegt mich nicht nieder, ihr elenden Tröpfe! Ich schwöre es bei meinen Eiern, also den Eierköpfen.

Merkst Du wie es wirkt? Spürst Du die Spannkraft im wieder aufgerichteten Rücken? Nimmt die Durchblutung im Gehirn wieder wohltuend zu! Formulieren sich nicht wie von selbst die Worte: Ich scheiss auf das Liebsein müssen, weil es ja vielen noch soviel schlechter geht. Pfoten weg von meinen Eiern, also den Eier-Köpfen.

Ziel muss Deine Künstler-Selbstvermarktung sein, denn Du kannst was und hast Ideen.

promenadenmischung hat gesagt…

Erinnert mich an den tasmanischen Teufel bei Bugs Bunny :D

frei-blog hat gesagt…

Klar, könnte auch den Softmüsli ageben.
Wer oder was würde mich dazu noch analysieren wollen?
Mein Zahnarzt sicherlich nicht. Ich putze meine Zähne mit Natron; das stinkt ihm gewaltig, da es am Eierkopf nichts zu füllen gibt. Männeräzte meide ich wie die Pest; die wollen mich ebenfalls nur abzocken. Ich bin doch nicht der Hampel meiner Krankenkasse, benötige auch kein Hüftgelenk aus Kruppstahl, oder ein neues Hirn aus Plastikmüll.
:-)

Anna hat gesagt…

Bei meinem Streifzug durch diverse Blogs kam mir doch spontan eine Idee. Frag doch mal bei den besonders Spenden sammelnden Blogs nach, ob man Dir nicht kostenlos Werbefläche bieten könnte für Deine Angri-Art, Ironical-Art,Transhuman-Art. Verwende englische Begriffe, denn es muss bereits transgerman sein, sonst zieht es nicht.Für Kommentatoren, die kaufen, gäbe es sogar Rabatt.

Begründe Deine Bitte damit, dass damit auch empirisch erforscht werden kann, ob es möglich ist, sein Grundeinkommen, also Armut ohne zusätzliche Schikanen, durch Kreativität aufzubessern. Eine weitere kreative Idee wäre: Heirate! Am besten ein Frau aus Rumänien, oder Bulgarien. Sie soll viele Kinder haben. Der Deal: Du bekommst Geld vom Staat, volles Kindergeld und machst, mit ihr halbe-halbe. Dafür darf sie zuhause bleiben und hat ein BGE, ohne umziehen zu müssen. Ein fairer Deal! Von der Kohle kannst du Dir endlich Investitionen in Deine Kunst leisten. T-Shirts bedrucken, Ansteckbuttons, Karten, Kalender,Poster. Die werden weggehen wie warme Semmeln, weil die angri Germans, die brav Männchen machen müssen und doch zu Trotteln der Nation gemacht werden, beim Anblick der Trolle so was wie psychische Entlastung erfahren.Du leistest damit zusätzlich einen Beitrag für kollektive Gesundheit.

Da Du ja, wie Du es beschreibst, noch in guter physischer Verfassung bist, lohnt es sich, den Grips anzustrengen, um auch die Psyche nicht zu kurz kommen zu lassen.

frei-blog hat gesagt…

@Anna,
Gute Idee. Ich mach mich auf, um Klinken zu putzen, trommel an Bloggertüren herum, leicht abgemagert und mit Tränen in den Augen. Gehe auf die Walz wie ein strammer Handwerksbursche, Dachdecker oder Kesselflicker(Schusterjungen, Hurenkinder).

Markenzeichen: zerrissene Jeans, ausgelatschte Turnschlappen, Hundeblick, und hervorstehende Rippen unter einem von Motten heimgesuchten Holzfällerhemd. Muß mir vorher noch fetzige Sprüche überlegen und einen Kurs für dramatische Auftritte besuchen. Autogenes Training sowie halsbrechende Yogaübungen zur Entspannung wären ebenfalls hilfreich.
Kennst Du ein Trainingslager für Staubsaugervertreter? Nein? Ist auch nicht so wichtig, sonst hätte ich dazu noch den BND noch an der Backe.

Überlege gerade, ob ich bei HdS einen Testballon starten sollte; dort trifft man gelegentlich auf Trolle oder Eierköpfe. Befände mich sicherlich in guten Händen.
Nur mit dem Beten hab ich nichts am Hut, obwohl ich schon der Meinung bin, dass mein Schöpfer gerade mich auserwählte, um seinen Schöpfungsakt mit künstlerischer Würze aufzupeppen. Leider zahlt mir der Urknaller kein Honorar für meine Bemühungen, und lässt mich auch sonst am Haken hängen, weil ich schon als rebellierender Burschi meine gebürtige Glaubensgemeinschaft verlies. Ist ganz übel, wenn Kirchenfürsten wegen mir am Hungerhaken hängen.

Sorry, ich schweife vom Kern ab, flattere gedanklich-wild in meinem eigenen Kosmos herum – sollte eher weiter Trolle zeugen. Klar, entartete Kunst ist heiß begehrt, geht irgendwann weg wie warme Semmeln mit Leberkäse. Ist schon eine irre Vorstellung, wenn mir als zukünftiger Engel – aus der Vogelperspektive gesehen – das Finanzamt am Süden vorbeigehen wird.
Nun ist aber gut, ehe ich noch Lyrik aus mir herauspresse und in Flaschen fülle.
:-)


Anna hat gesagt…

Guck mal hier:

Inspiration!
http://www.schindluder.net/17160/die-passive-agressive-art-gallery-oder-eine-ausstellung-aus-dingen-die-der-unordentliche-mitbewohner-liegen-laesst/

Preise zum Träumen!

Berthold Brecht hatte ne ziemlich gute Definition dafür: „Kunst ist nicht, wenn man in die Stube scheißt. Kunst ist, wenn man unter Beifall in die Stube scheißt.“

Ist das nicht schön? Ohne den Spruch von BB -huch! - zu kennen, habe ich es vor ein paar Tagen ähnlich formuliert.BB und ich, zwei Weise können nicht irren. Man kann ja noch ein bißchen erbauliche Musik auflegen. Bleib am Ball!

Hier ist eine weitere Inspirationsquelle: Einfach grandios!
https://www.youtube.com/watch?v=ANA8SI_KvqI

Und fast ist ein weiterer Tag einigermaßen lustvoll gemeistert. Ich bin satt von meinem absolut köstlichen Spaghetti-Gericht. Außer Kaffee , Leitungswasser und 10 Kaugummi-Dragees habe ich noch nichts bedurft. Später noch etwas Schwarztee, sogar ein bißchen viel, schadet nämlich nicht der Figur. Und auf die wollen wir ja achten, denn an einer guten Figur kann man auch Fetzen als Trash-Design präsentieren. Man will ja was darstellen und unter Beifall in die Stube scheissen.

Ich kann kreativ schreiben, Du kannst kreativ malen und zeichnen, der X versteht was von Marketing, der Y von crowd-funding, der Z hat die Räume für "passive-agressive-art", die er spontan und ganz altruistisch zur Verfügung stellt, denn wir leben ja in einer "Alle haben sich so lieb-Gesellschaft". Jetzt muss nur einer noch eine Idee entwickeln, wie man die Security ablenkt, damit man an die abgehobenen Scheissdreck-Verzapfer auch rankommt.

Oh, schon 14 Uhr. So spät bin ich noch nie aus einem Traum erwacht.Hab ich vielleicht vom Essen und Kaffee nur geträumt? Ist es der Kaugummi, der mir die Fata-Morgana eines wunderbaren Mahles vortäuscht. Egal! Das Leben ist ein Konstrukt und wird täglich neu konstruiert, manchmal halt mit Mitteln der "passive-agressive-art".


promenadenmischung hat gesagt…

>weil ich schon als rebellierender Burschi meine gebürtige Glaubensgemeinschaft verlies(s)<

Ist immer befreiend, sein Glaubensverlies zu verlassen: prompt schaltet sich das Hirn ein und der Hirni verschwindet im Plusquamperfekt :D

Anna hat gesagt…

@ promenadenmischung

Grundsätzlich habe ich keinen Einwand. Bescheidene Frage: Was nützt einem das Verlassen seines Glaubensverlieses, wenn wir gerade ein Neues aufgezwungen bekommen, das wir nie mehr verlassen dürfen. Wir gehören inzwischen zur wachsenden UMMA, kaum hat die gläubige OMMA ins Gras gebissen .

Du weißt: Allen länger Hierlebenden droht Rausschmiss, wenn sie nicht umlernen. Hab sogar schon Pfaffen im Fitness-Studio gesehen, die sich in der neuen Gymnastik schulen lassen. Manchmal ist ein benebeltes Hirn ,einem befreiten, fast vorzuziehen.
Im Irrenhaus kann es durchaus lustig zugehen, vor allem wenn der Arzt der Irre ist.

promenadenmischung hat gesagt…

@ Anna: Verliere den ganzen Verstand – ein halber verwirrt nur!
(Carl Frederik Hill, schwedischer Maler der 2. Hälfte des 19. Jhdts.,
der seine letzten Jahrzehnte im Irrenhaus verbrachte und dort sein eigentliches Werk schuf…) Und Ivan Blatný, ein großes tschechisches Lyriktalent, der auf einer Reise
ins Vereinigte Königreich sich lieber in die Psychiatrie (der 1950er-Jahre zudem!)
einweisen ließ als in seine stalinistisch regierte Heimat zurückreisen zu müssen
(damals hielt der Stalin-Jünger Klement Gottwald und seine Partei das Land in seiner
eisernen Faust – und Blatný hatte, da er nicht ins Raster des Sozialistischen Realismus – auch für Lyriker verbindlich – passte, nichts Gutes zu erwarten.) Anders als Pavel Kohout, der sich damals auch nicht für Denunziationen unangepasster Kollegen zu schade war, heißt es …)

promenadenmischung hat gesagt…

Ach ja! – hier noch ein nettes Anagramm:
Tiergroll-Giertroll :D