05.05.2017

Lyrisches zum Freitag















Tiefschlaf

Dörfler kettensägen sich lauthals durch wilde Träume. Mäusehuschen, Eulenschreie, singende Wölfe, knarrende Dielen, flüsternde Stimmen, Kettenrasseln. Dörfliche Nacht hütet ihre Geheimnisse im Dunkeln berauschter Gedanken bis Sonnenaufgang.


Erwachen 

Die  Eiche –

gebeugtes Haupt,
den Stürmen trotzt
mein Baume.
Am Aste knorrig
hing dazu
des armen Tropfes


Leiche.


Inspirierende Quellenangabe: Mohnblumenrauschen

Kommentare:

Anna hat gesagt…

Oh,oh, was trägt denn der für eine merkwürdige Hose?

Sieht so nach Herz in und aus der Hose gerutscht aus.

Ich kann meinen Blick nicht abwenden, weil ich sogar die Möglichkeit, dass hinter der Zeitung eine Frau steht, deren Bikini-Höschen gerade noch sichtbar ist, nicht ausschließen kann.

Etwas verwirrend, aber wenn man die geleerte Buddel daneben einkaluliert, dann kommt man auf die All-in-one-Variante als Antwort. Heiteres Bild und so vielherzig!

frei-blog hat gesagt…

Anna, das soll eine "Sie" sein, also die Dame aus Dingsda (Linz?), die es so wunderbar versteht, Poesie mit Druckerschwärze zu vermischen, den Brei bei Amazon dann versucht zu verhökern.
Gut, auf den ersten Blick könnte es auch ein Knabe sein, eine Rose belabernd, vieleicht auch ein verschämter Exhibitionist, oder einfach nur ein verarmter Poet/In. Hier hat der Betrachter freie Wahl zur Deutung einer ominösen Person. Frau trägt halt Hosenanzug, soll ja in bestimmten Kreisen Wunder bewirken. Allerdings geschah die erotische Farbgebung zur Hervorhebung des Schrittes rein zufällig.

Übrigens: Ich befreite Dich aus dem Spamordner. Wäre ich nicht allzeit hellwach, wärest Du dort noch vermodert.
:-)

Anna hat gesagt…

Dingsda,Poesie,Brei, Amazon?

Beinahe vermodern im Spamordner. Mir wird das Herz schwer. Dabei will ich ja nur Deine Kunst würdigen.

Charlie hat gesagt…

Darf ich an meinen Beitrag zum ersten Brechdurchfall dieser Dame, der auf "Jenseits der Realität" veröffentlicht wurde, verweisen? :-) Ich dichtete seinerzeit:

Der Verlust
Für Sabine B., 2017 A.D.

Wenn der Zombie röhrend meint: "Es schmeckt!",
stellst du panisch und verzweifelt fest:
Dein Gehirn ist plötzlich, plötzlich weg!
Des Zombies grunzend' Schmatzen rülpst den Rest.

Trotzdem musst du dich nicht so furchtbar grämen,
denn letztlich ist's doch völlig einerlei,
dass dein Hirn nun im Zombiemagen 'west,
anstatt im Schädel deinen Leib zu lähmen.

Und mag der Faulfuß dich auch noch so kirren:
Schreib niemals wieder ein Gedicht, ich bitt'!
Als Zombie lebt es sich doch auch sehr nett.
Millionen Esos können sich nicht irren!

---

Es ist erschreckend, dass die Dame sich an meinen wohlmeinenden, fachlichen Rat nicht gehalten hat. Immerhin hat unsere liebreizende Bettina diesmal aber von 20 gleichlautenden Kommentaren unter immer anderen Dumm-Nicks (zumindest bisher) abgesehen, die sie damals noch notwendig fand.

Liebe Grüße! :-)